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Westgas für das Baltikum

Handel

Baltikum und Finnland planen gemeinsamen Gasmarkt

Lettland, Litauen und Estland mit einer Leitung nach Finnland planen einen gemeinsamen Gasmarkt mit einheitlichen Marktregeln, gemeinsamen Tarifsystem und Verteilung der Speicherkosten. Dazu wird eine Anbindung über Polen an das westeuropäische Gasnetz hergestellt und  vor allem die Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen verringert. Gas aus Russland fließt derzeit über eine Pipeline nach Litauen.

Die „Gas Interconnection Poland-Lithuania“ (GIPL) soll bis 2021 fertig gestellt sein. Untereinander sind die baltischen Länder bereits vernetzt. Über die GIPL können jährlich 27 TWh Gas in das Baltikum oder 18 TWh in Richtung Polen geleitet werden. Für 250 Millionen Euro wird eine Leitung zwischen Finnland und Estland gebaut. Diese soll ein Jahr früher fertig gestellt sein.

Beide Pipelines werden unter anderem durch die EU gefördert. Zur Infrastruktur gehört auch ein Flüssiggasterminal (LNG) der Hafengesellschaft Tallinn in Muuga. Der kostet ebenfalls 250 Millionen Euro und soll noch in diesem Jahr den Betrieb aufnehmen.

Der Gasanteil in Litauen ist seit 2008 um zwei Prozentpunkte auf 30 Prozent des Bruttoinlandsverbrauch gestiegen, in Lettland um 3,4 auf 25 Prozent gefallen und hat sich in Estland von 13 auf 6,2 Prozent halbiert.

roRo

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