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Wöchentlich brennt es in der Entsorgung

Handel

Gefährliche Lithium-Batterien im Restmüll

Batterien sind an den Handel zurückzugeben. Das gilt auch für Lithium-Batterien. Eigentlich ganz einfach – aber die Wirklichkeit sieht anders aus. Das Entsorga-Magazin für die Fachverbände berichtet in seiner aktuellen Ausgabe von wöchentlichen Bränden in deutschen und österreichischen in einer Entsorgungsanlage.

Pro Tonne Restmüll werden im Durchschnitt 20 Batterien „mitentsorgt“. Darunter befindet sich jeweils eine Lithium-Batterie. Gelangt eine Lithium-Batterie in die mechanische Aufbereitung einer Sortieranlage, kann es zu Verpuffungen und Explosionen kommen. Dazu muss noch nicht einmal eine Zündquelle vorhanden sein. Anlagenbetreiber verschweigen manchmal die Vorfälle, um den Versicherungsschutz nicht zu gefährden, heißt es im Bericht. Die Betriebe müssen große Summen für den Brandschutz ausgeben. Die Sammelquote für Batterien in Deutschland beträgt rund 45 Prozent. Im Umkehrschluss verschwinden 55 Prozent der Batterien im Restmüll, in der Wertstofftonne oder in der Landschaft.

Für die Sortieranlagen ist das ein von Verbrauchern verursachtes Risiko. Die Montanuniversität im österreichischen Leoben bringt die steigende Zahl der Brände in Recyclinganlagen mit der wachsenden Menge an Lithium-Batterien im Restmüll in Verbindung.

Die Entsorgerverbände fordern eine Pfandpflicht für Lithium-Zellen ab neun Volt Spannung.

roRo

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