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Wohin mit dem Abfall?

Handel

K3-Fleisch: Kennzeichnung heilt keinen kriminellen Charakter

Gammelfleisch scheint sich geografisch zu fokussieren. Nummer 6 in Bayern. Nachdem offenbar Gras über die mediale Berichterstattung von so genanntem Gammelfleisch gewachsen ist, entdeckte ein aufmerksamer Fleischfahrer, dass sein Chef im bayrischen Wertingen K3-Ware an einem unauffälligen Ort umetikettieren wollte. Insgesamt wurden durch die Behörden mittlerweile 20 Tonnen Schlachtabfälle festgestellt, die teilweise bereits auch in Berlin verzehrt wurden.
Bereits letzte Woche wurden 11 Tonnen Rinder- und Putenfleisch sichergestellt, die an die Spree verkauft werden sollten.

Die Firma wurde geschlossen und die Lieferlisten derzeit ausgewertet. Das Fleisch ist gesundheitlich nicht gefährlich – aber nicht zum Genuss geeignet. Mit der Kategorie 3 werden Fleischabfälle beschrieben, die bereits in der Vergangenheit in den Handel gelangten und besser gekennzeichnet worden sind. Betriebe, die mit K3-Fleisch handeln, brauchen mittlerweile eine Zulassung. Aber bereits die EU hatte in einem Memo eingegrenzt, dass sich kriminelle Handlungen nie ausschließen lassen.

K 3-Fleisch ist der „Rest vom Fest“. Alles was der Kunde nicht auf seinem Teller haben möchte, auch nicht haben sollte, aber in der Produktionskette anfällt. Schweine bestehen nicht nur aus Schnitzel. Der Rest scheint ein Problem zu sein.

roRo

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