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WTO in Genf ohne Hoffnung?

Handel

Ministertreffen ohne Handelsgespräche

Die aktuelle Doha-Runde der Welthandelsorganisation WTO, die als Entwicklungsrunde bis 2005 hätte abgeschlossen sein sollen, endete vorerst in Hongkong im gleichen Jahr. Für heute ist bis zum 02. Dezember ein neues Treffen in Genf anberaumt – allerdings steht der Zollabbau nicht auf der aktuellen Tagungsordnung. Generaldirektor Pascal Lamy hat im Vorfeld klar gestellt, dass die 7. Ministerkonferenz keine Verhandlungsrunde wird. Damit ist eine Einigung für das Jahr 2010 in weite Ferne gerückt.

„Abgedrängt“
Oxfam hat zum Ministertreffen eine neue Studie herausgebracht, die auf eine Einigung über international gültige und faire Handelsregeln hinweisen will.
Der neuer Milchbericht „Abgedrängt“ beschreibt, welche Auswirkungen billige Milchpulverimporte nach Bangladesch haben. Zwar hat die EU ihre Exportsubventionen für Molkereiprodukte wieder auf Null gesetzt, doch reiche das nicht aus, so Oxfam. Nach Bangladesch wurden bis Ende Juni 2009 allein 5.674 Tonnen Magermilchpulver exportiert, was im Land preiswerter ist als heimisch produzierte Frischmilch. Nach Berechnungen von Oxfam sind das fast zwei Prozent der Milchproduktion in Bangladesch, was die Milchpreise nach unten ziehe. Agrarexpertin Marita Wiggerthale zeigt die Auswirkungen auf: „Fallen die Milchpreise in Bangladesch um 2,5 Cent je Liter Milch, sinkt das tägliche Einkommen der Ärmsten von mageren 63 auf 54 Cent.“

Lesestoff:
Die Studie „Abgedrängt“ finden sie auf der Webseite www.oxfam.de/download/studie_milch_bangladesch.pdf

roRo

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