WTO verschiebt Welthandel(skonferenz)

Handel

12. WTO-Ministerkonferenz fällt aus

Am Samstag hat die Welthandelsorganisation die für den 30. November anberaumte 12. Ministerkonferenz der WTO auf unbestimmte Zeit verschoben.

Wegen der Verschärfung der Pandemie hat die Schweiz die Einreisebestimmungen verschärft und Quarantäne-Maßnahmen eingeführt, die den Ministern die Teilnahme an der bis zum 03. Dezember geplanten Konferenz in Genf unmöglich machen. Botschafter und Konferenzvorsitzender Dacio Castillo aus Honduras sah keine Alternative zur Verschiebung der Konferenz. Sie werde nachgeholt, sobald die Reisebeschränkungen aufgehoben sind, was derzeit aber nicht vorherbestimmbar ist.

Generaldirektorin Ngozi Okonjo-Iweala unterstützt die Entscheidung, weil viele Teilnehmer nicht an einer Präsenzveranstaltung hätten teilnehmen können. Eine gleichberechtigte auf Augenhöhe basierende Verhandlung zwischen den Teilnehmern wäre nicht möglich gewesen. WTO-Mitglieder haben unterstrichen, dass eine Videokonferenz keine Alternative für sensible Gespräche über die Regeln des Welthandels sei.

So geht es beispielsweise um die Vermeidung der illegalen und nicht dokumentierten Fischerei. Die Länder haben einstimmig zugesagt, trotz der Absage der Konferenz an den Vorbereitungsdokumenten weiter zu arbeiten.

Okonjo-Iweala wird mit den bereits eingereisten Verhandlern und per Videogespräche mit verschiedenen Botschaftern „den Geist der Verhandlung“ aufrecht zu halten. Es ist bereits das zweite Mal, dass die 12. Ministerkonferenz wegen der Pandemie verschoben wurde. Sie hätte im Juni 2020 im kasachischen Nur-Sultan stattfinden sollen.

roRo

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