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Zwiebeln top, Hähnchen ein Renner und Eier mau

Handel

Der Markt für Zwiebel, Hähnchen und Eier

Das Statistische Bundesamt legte bei seiner ersten Ernteeinschätzung die Zwiebelernte auf rund 395.000 Tonnen fest. Das wären vier Prozent mehr als im Vorjahr. Bislang sieht es auch tatsächlich gut aus, denn die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) hat die Oktobervorräte bereits auf 228.000 Tonnen geschätzt. Vier Prozent mehr als 2007. Die Qualitäten werden bislang als gut bis sehr gut eingeschätzt. Die Ware scheint im allgemeinen größer auszufallen als im letzten Jahr.

Hähnchenfleisch
Hähnchenfleisch wird bei Verbrauchern immer beliebter. In den ersten neun Monaten stiegen die Einkaufsmengen der Privathaushalte nach Angaben der ZMP um 7,2 Prozent zum Vorjahr. Hähnchenfleisch stellt fast 70 Prozent des nachgefragten Geflügelfleischs. Frische Hähnchenteile stellen rund 54 Prozent der Einkäufe. Bis September haben die Konsumenten 15,4 Prozent mehr Hähnchenschenkel, Hähnchenbrust und andere Teilstücke gekauft.

Kuckuckseier?
Zwar haben die Futterkosten nachgegeben, aber EU-weit sind auch die Eierkäufe rückläufig. Im September wurden deutlich weniger Eier gekauft als im Vorjahr. Richtig bemerkbar macht sich das Auslisten der Käfigeier im Lebensmitteleinzelhandel. „Wer beispielsweise bei Aldi Süd die Eier aus Käfighaltung vermisst und stattdessen auf Eier aus Bodenhaltung kaufen muss, hat für Eier lockere 63 Prozent mehr zu berappen“, kommentiert Werner Böttcher von der ZMP den aktuellen Eiermarkt. Der Wegfall der Käfigware führt Deutschlandweit zu einer Verteuerung um 50 Prozent. Spannend bleibt die Frage, wie die Verbraucher darauf reagieren. Fragen sie vermehrt dort nach, wo es noch Käfigeier gibt, oder üben sie sich in Kaufzurückhaltung? Nach Angaben der ZMP haben die Zuwächse in der Bodenhaltung die Verluste bei der Käfigware noch nicht ausgeglichen. Bislang ist der Verbrauch von 211 Eiern pro Kopf und Jahr, also einem Ei mehr als 2007, noch realistisch, so die ZMP.

Volle Milch und Ernteplus bei Biogetreide
Zwar bleiben 2,2 Millionen Tonnen Milchquote in der EU ungenutzt, aber sieben Länder liefern mehr, als ihnen zusteht. Darunter auch Deutschland. Im Quotenjahr 2007/2008 hat Deutschland 370.000 Tonnen zu viel produziert. Daher wird eine Superabgabe in Höhe von 100 Millionen Euro fällig.
Nach dem verlustreichen Erntejahr für Biogetreide 2007 haben die deutschen Ökobauern ein moderates Getreidejahr 2008 eingefahren. Die ZMP schätzt die Menge an Biogetreide auf rund 573.000 Tonnen. Je Hektar steig der Ertrag von 30,7 auf 31 Tonnen. Vor allem Dinkel, Weizen und Triticale liegen im Plus, Gerste und Hafer liegen unter den Vorjahresernten.
Trotzdem freuen sich die Biobauern nicht ungetrübt, denn günstiges Importbiogetreide aus Osteuropa und sehr hohe Ernten im konventionellen Bereich lassen die Erzeugerpreise sinken.

roRo

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