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Absprachen bei Kampf gegen Kirschessigfliegen

Landwirtschaft

Beim Einsatz gegen Kirschessigfliege an die Bienen denken

Zur Bekämpfung der Kirschessigfliege haben sich führende Vertreter der Imkerverbände, des Badischen Weinbauverbands und des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes (BLHV) auf eine gemeinsame Strategie im Pflanzenschutz geeinigt.

Bei der Besprechung im Haus der Bauern in Freiburg kam klar zum Ausdruck, dass Pflanzenschutz im Weinbau und in der Landwirtschaft ebenso zwingend notwendig ist wie auch der Schutz der Bienen. Christoph Koch, baden-württembergischer Sprecher des Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbundes, wies dabei darauf hin, dass das Pflanzenschutzmittel Mospilan für die relativ kurzlebigen Sommerbienen als ungefährlich einzustufen sei. Bei den länger lebenden Winterbienen können jedoch über die Langzeitwirkung Probleme bis hin zum Völkerverlust entstehen.

Eine zwischen Imkern und Landwirten abgestimmte Strategie könne diese Gefahr reduzieren. Klaus Schmieder, Präsident des Badischen Imkerverbandes, betonte, dass vor dem Einsatz von Mospilan der blühende Aufwuchs gemulcht werden sollte. Das Pflanzenschutzmittel sollte zudem möglichst frühzeitig eingesetzt werden. Eine ein- bis zweimalige Nachbehandlung sei anschließend mit SpinTor möglich. Alternativ dazu käme SpinTor – Combi Protect bei mehrmaliger Anwendung infrage. Mit dieser Variante könne nach Ansicht des badischen Weinbaupräsidenten, Kilian Schneider, auch die Abdriftproblematik reduziert werden. BLHV-Präsident Werner Räpple spricht sich zudem dafür aus, dass die besprochene Pflanzenschutzstrategie in die amtliche Beratung aufgenommen wird.

BLHV

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