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Acht Prozent Ökoanteil in GB

Landwirtschaft

Öko-Anbau in Großbritannien bleibt schwierig

Die Finanzkrise 2008 hat die britischen Farmer schwer getroffen und beim Ökoanbau deutliche Spuren hinterlassen. Der Anteil der Anbaufläche mit ökologischer Bewirtschaftung ist um 34 Prozent eingebrochen und hat sich seit 2009 kaum mehr erholt. Erst seit 2014 steigt der Anteil an der gesamten Landwirtschaft wieder an. Die Umstellungsfläche allerdings ist zwischen 2018 und 2019 wieder zurückgegangen. Das zeigt die aktualisierte Fassung des britischen Landwirtschaftsministeriums.

Die vollends umgestellte Ökofläche ist im vergangenen Jahr um 2,4 Prozent auf 485.000 Hektar angestiegen. Fast zwei Drittel davon liegen in England. Ebenso sind zwei Drittel der Fläche Grünland. Acht Prozent der Fläche wird mit Ökogetreide bebaut.

In er Tierproduktion gab es lediglich bei Geflügel einen Anstieg um 2,5 Prozent. Die 3,5 Millionen Stück Geflügel bilden 1,9 Prozent der britischen Geflügelhaltung ab.

Bei den Großtieren überwiegen die Schafe. Die Haltung hat aber um 5,4 Prozent auf 780.000 Köpfe abgenommen. Vor zehn Jahren war die nationale Schafherde noch fast 1,2 Milliarden Köpfe groß. Verkleinert wurde auch die Zahl der Schweine um 9,3 Prozent auf 34.000 und die der Rinder um 7,2 Prozent auf 301.000 Stück.

Die Zahl der Ökobetriebe hält sich mit einem leichten Minus von einem Prozent bei 6.100. Der Öko-Landbau wird nicht zu den Gewinnern des Brexits zählen. Schon jetzt in der Pandemie ist der Anteil der Briten, die ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen können und auf Tafeln angewiesen sind angestiegen [1].

Lesestoff:

[1] Einer glaubt noch an ein Abkommen mit der EU: https://herd-und-hof.de/handel-/einer-will-daran-glauben.html

roRo

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