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Ägypten wird Exporteur von Geflügelfleisch

Landwirtschaft

Nilhähnchen international wieder auf dem Grill

Nach mehr als 14 Jahren hat die Internationale Tiergesundheitsbehörde OIE das Exportverbot von Geflügel und Geflügelfleisch aus Ägypten aufgehoben. Wegen der Geflügelpest durfte das Land am Nil diese Erzeugnisse nicht mehr ins Ausland verkaufen. Das Virus H5N1 war seit 2006 im Land weit verbreitet und tritt jetzt nur noch lokal beschränkt auf.  Für die krankheitsfreie Produktion wurden für mehr als sechs Milliarden US-Dollar neue Geflügelfarmen in isolierten Wüstengebieten aufgebaut.

In der Zwischenzeit hat Ägypten, das in etwa zwei Jahren die Schwelle von 100 Millionen Menschen erreichen wird, mit 1,4 Milliarden Stück Hühnergeflügel und 13 Milliarden Eier pro Jahr eine ausreichende Selbstversorgung geschaffen. Es sind sogar noch Tiere und Fleisch für Exporte nach Afrika, Arabien und Asien übrig, was ägyptische Quellen als „goldene Gelegenheit“ bezeichnen, mit Exporten Geld zu verdienen, das in der Bewältigung der Pandemie dringend gebraucht wird.

Die OIE hat 14 Exporteure für den Export zertifiziert. Der Ökonom Abd al-Aziz al-Sayed von der ägyptischen Handelskammer geht von rund 700 Millionen Stück Geflügel und einer Million Tonnen Geflügelfleisch pro Jahr aus, die exportiert werden.

Roland Krieg

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