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Agrarministertreffen im Rahmen des Weimarer Dreiecks

Landwirtschaft

Agrarbudget beibehalten

1991 haben sich die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Polens zu einem losen Treffen in Weimar verabredet und über die künftige Nachbarschaft ausgetauscht. Kommen Minister dieser drei Länder heute noch zusammen, spricht die Politik vom Format des „Weimarer Dreiecks“.

Am Montag traf sich in Warschau Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner mit ihren Amtskollegen Didier Guillaume aus Frankreich und Krzysztof Ardanowski aus Polen. Thema war die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und endete in einer gemeinsamen Erklärung.

Julia Klöckner: „Die Landwirtschaft und die ländlichen Regionen in Europa stehen gemeinsam vor großen Herausforderungen und Erwartungen, die an sie gestellt werden. Hofübergaben, demografischer Wandel, gleichwertige Lebensverhältnisse, steigende Konkurrenz aus dem außereuropäischen Ausland, höhere Umwelt-, Klimaschutz- und Tierwohlanforderungen erfordern Unterstützung, Modernisierung und Zuversicht in der Branche, um auch neue Chancen besser nutzen zu können. Es geht hier um neue Marktzugänge, die Digitalisierung oder ein sich wandelndes Verbraucherbewusstsein. Deshalb sind die Weichenstellungen bei der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) sowie die notwendige Ausweitung von Wissenschafts- und Forschungskooperationen etwa bei neuen Züchtungstechniken, um die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung zu sichern, so wichtig.“

Wesentlich für die GAP soll ein starkes Agrarbudget sein. Das gilt nicht nur für die Herausforderungen des Klimawandels, sondern auch für mögliche Marktstörungen durch den Brexit und die Unterstützung von Kleinbauern in ganz Europa. Für Julia Klöckner ist das nicht so einfach. Zuletzt mehren sich die Stimmen in der Bundesregierung, doch nicht mehr als 1,0 Prozent des Bruttosozialproduktes nach Brüssel zu überweisen. Wird der Mehrjährige Finanzrahmen nicht ausgebaut, steht das Agrarbudget mit Kürzungen für die nächsten sieben Jahre da.

Roland Krieg

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