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Aigner: Eintrag ins Klassenbuch

Landwirtschaft

„Vielfalt on Tour“ startet in Berlin

In Berlin startete am Donnerstag ein umgebauter Reisebus zu seinem ersten Klassenziel nach Berlin-Wedding. Ein grünes Klassenbuch bekamen die Schüler der Klasse 9 des Lessing-Gymnasiums bereits am Bundestag von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner überreicht. Sie wünschte sich „viele positive Einträge“, schreib sie auf die erste Seite.

„Vielfalt on Tour“
In diesem Jahr wird der Bus Halt in 50 Städten machen. Im Bus ist der mobile Teil der „Initiative zum Schutz zur biologischen Vielfalt“ und lockt Schülerinnen und Schüler mit einem großen Braunviehbild in den Bus. Mehr als 250.000 Pflanzenarten sind auf der Erde bekannt, rund 30.000 essbar. Für die menschliche Ernährung werden nur 150 genutzt und die drei Getreidesorten Weizen, Mais decken 50 Prozent des weltweiten Energiebedarfs. Wer an den langen Regalreihen der Supermärkte entlang geht, sieht nur eine vorgetäuschte Vielfalt.
Der Bus erklärt mit Bildern und Fellen, wie vielfältige die Natur ist und will damit einen Beitrag zum „Internationalen Jahr der Biodiversität“ leisten.

„Lieblingsapfel Bio“
Die Schüler haben es auch nötig, denn als Ilse Aigner die Neunt-Klässer mit der Frage nach einer Apfelsorte auf die Probe stellte, kam als Antwort „Bio“ zurück. Dass aus dem Konsumentennachwuchs auch „Auskenner“ werden, will die Initiative erreichen. Denn nach einer forsa-Umfrage des Landwirtschaftsministeriums halten 70 Prozent der Verbraucher die Nutzung von alten Gemüsesorten und Tierrassen für „wichtig“ und „sehr wichtig“. Und 39 Prozent wechseln nach eigenen Angaben „häufig“ und acht Prozent sogar „sehr häufig“ bewusst die Obst- und Gemüsesorte. Dann müssen die Sorten auch bekannt sein. Der Schulunterricht im „rollenden Klassenzimmer“ soll einen Beitrag leisten.

„Vielfalt macht Schule“
Julia Klöckner, Parlamentarische Staatssekretärin aus dem Agrarministerium, sagte, dass alle 40.000 Schulen angeschrieben wurden, um für den Wettbewerb „Vielfalt macht Schule“ zu werben. Zu Beginn der Grünen Woche 2011 werden Preise für die besten Reportagen, Rezepte und Kochbücher vergeben.

Roland Krieg (Text und Fotos)

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