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Aigner weiter gegen MON 810

Landwirtschaft

Imker nach „Honig-Urteil“ verunsichert

Der Europäische Gerichtshof hat mit seinem Urteil zu gentechnisch verändertem Pollen im Honig für Klarheit gesorgt. Allerdings werden in Deutschland gegenwärtig keine gentechnisch veränderten Pflanzen angebaut, so dass der Honig gut vermarktet werden kann. Am Mittwochabend haben die Präsidenten des Deutschen Imkerbundes, Peter Maske, und des Deutschen Berufs und Erwerbs Imker Bund, Manfred Hederer, bei Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner nach neuen Zulassungen gefragt. Nach Aussage des Deutschen Imkerbundes sieht Aigner derzeit keine Änderung des Zulassungsverbotes vor. Auch beim leichter auskreuzenden Raps soll es keine Änderungen geben. Es gebe keine neuen Gründe, die eine Zulassung gerechtfertigten.

Rund acht Hektar Forschungsflächen werden mit gentechnisch veränderten Pflanzen bebaut. Nach Ansicht der Imker sollten die Versuche unter Glas durchgeführt werden, um einen Eintrag über die Bienen in den Honig zu vermeiden. Alternativ könnten vor der Blüte auch die Pollenfahnen entfernt werden.

Die Imker bedauerten, dass nach mehr als 30 Jahren die Bienen immer noch unter der Varroamilbe leiden oder an einer Sekundärinfektion eingehen. Es gebe immer noch kein in der Praxis anwendbares und effektives Behandlungsmittel. Im kommenden Frühjahr werde wieder eine Verlustrate von 30 Prozent der Bienenvölker erwartet, was bei keinem anderen Nutztier hingenommen werde. Deshalb müsse das Bienenmonitoring fortgeführt und die Suche nach neuen Behandlungsmitteln staatlich finanziert werden.

roRo

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