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Auswinterungsschäden mit Zimmertest prüfen

Landwirtschaft

Wie hat meine Winterkultur den Winter überstanden?

Nach dem letzten Frosteinbruch steigen die Temperaturen in frühlingshafte Bereiche, bei denen jetzt Angang März, die Vegetation zu sprießen beginnt. Nicht überall lag in den vergangenen Wochen bei frostigen Temperaturen eine schützende Schneedecke über den Winterkulturen. Langsam zeigen sich bereits Schadstellen, bei denen Auswinterungsschäden zu befürchten sind. Bevor die Stellen umgebrochen werden, kann ein einfacher Test zeigen, ob die Pflanzen trotz schlechtem Zustand den Winter überlebt haben und Wachstumsdefizite vielleicht sogar wieder aufholen können. Landwirtschaftsberater Stefan Engberink aus Mecklenburg-Vorpommern hat in der aktuellen Bauernzeitung beschrieben, wie das geht.

Aus prädestinierten Frostlagen werden einige Pflanzen vorsichtig ausgegraben, die Wurzel sorgsam von der Erde befreit. Trieb und Wurzel sollen um jeweils einen Zentimeter eingekürzt werden, bevor das Pflänzchen in feuchtes Küchenpapier gerollt und in einen Plastikbeutel gesteckt wird. Nach drei bis vier Tagen bei Zimmertemperatur sollten sowohl an der Wurzel als auch am Trieb neue Wachstumsstellen sichtbar sein. Dann hat die Pflanze den Winter überlebt.

Vor allem bei Gerste funktioniert dieser Test recht gut, Weizen reagiere etwas langsamer, erläutert Engberink und sollte für die Wartezeit besser in einen Blumentopf eingepflanzt werden. Nach zehn Tagen zeigt die Wurzelneubildung die Pflanzenaktivität an.

Bei Rapspflanzen muss zu Beginn der Vegetationszeit der Vegetationskegel längs aufgeschnitten werden. Ist das Gewebe weich und matschig, etwas später braun und ausgetrocknet, ist der Vegetationskegel stark geschädigt. Eine Auswinterung ist zu befürchten. Auch bei Raps kann der Zimmertest helfen. Hier reicht es, wenn kleine und große Pflanzen für die Stichprobe einfach in einen Messbecher oder Eimer mit Wasser gestellt werden.

roRo

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