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Bauernhochzeit auf der BraLa 2005

Landwirtschaft

Landwirtschaftsschau vom 05. bis 08. Mai

Die große Schau der brandenburgischen Landwirtschaft auf dem Märkischen Ausstellungs- und Freizeitzentrum (MAFZ) in Paaren/Glien feiert in diesem Jahr zwischen Herren- und Muttertag vom 05. bis 08. Mai seinen 15. Geburtstag.
1991 stellten 170 Züchter und Aussteller auf 25.000 qm Fläche ihre Tiere und Produkte für 20.000 Besucher aus. Beinahe alle Zahlen stiegen in der Vergangenheit ständig an. Mit 135.000 qm gibt es in diesem Jahr einen neuen Flächenrekord, mit 729 Ausstellern und Züchtern so viele Anbieter wie noch nie und Gerhard Weiß vom Verband zur Förderung des ländlichen Raumes in Brandenburg pro agro gibt sich optimistisch, dass mit 50.000 Besuchern auch die Bestmarke von 40.200 aus dem Jahr 1999 geknackt wird. Gerade die Feiertage laden zu einem Familienausflug in das nahe Berlin gelegene Paaren ein.
550 Aussteller kommen aus dem Land, 85 aus Berlin. Finnland, Ungarn, Polen, Österreicher und Holländer spiegeln das überregionale Interesse an dieser Ausstellung wieder. Auf der Pressekonferenz im Potsdamer Landtag stellte gestern auch Brandenburgs Landwirtschaftsminister Dr. Dietmar Woidke den Vorteil der BraLa heraus: Gegenüber Hallenmessen werden die Produkte in ihrer natürlichen Umgebung ausgestellt. Gerade Berliner können die Gelegenheit nutzen Brandenburger Produzenten zu treffen. Neben den kulinarischen Möglichkeiten bietet die Agrarpolitik für Landesbauernversammlung, Waldbauerntreffen und Milchfachtagung zusätzliche Themenschwerpunkte: Agrarreform, erneuerbare Energien und vor allem die Ausbildung junger Menschen. Minister Woidke führte an, dass knapp 600 Ausbildungsstellen bei den Grünen Berufen zu besetzen sind.
Brandenburgs Bauernpräsident Udo Folgart findet die ?Landliebe? eine ?tolle und pfiffige Idee?: Katharina Rohloff und Marko Heinemann aus Letschin, Märkisch-Oderland, werden am 05.05. ihre Hochzeit auf der BraLa feiern. Die beiden hatten sich in einer landesweiten Ausschreibung gegen 32 Mitbewerberpaare durchsetzen können. Für Gerhard Weiß ist diese erstmals durchgeführte ?Landliebe? ein Zeichen, dass es junge Menschen gibt, die auf dem Land leben und arbeiten wollen.? Geheiratet wird mit traditionellen Hochzeitsbräuchen gegen 11:00 Uhr.

Volles Programm
Neben der Bauernhochzeit bietet die CMA Kindern Fußball und Milchshakes. Am 05.05. haben alle Kinder bis 12 Jahre bis 11:00 Uhr freien Eintritt. Das Bundesministerium für Verbraucherschutz ist mit einer Sonderausstellung über Bioprodukte vertreten und pro agro präsentiert einen Schlemmerkorb mit 15 regionalen Spezialitäten. Sonderthemen sind der Mustergarten mit über 25 Erdbeersorten, Gänse des Geflügelwirtschaftsverbandes und 40 Oldtimertraktoren von Porsche bis Pionier. Das komplette Programm ist auf www.brandenburghalle.de aufgeführt. Geöffnet ist die BraLa täglich von 09:00 bis 18:00 Uhr. Das MAFZ ist von der Autobahnabfahrt Falkensee ausgeschildert und hat ausreichend kostenfreie Parkplätze. Der Eintritt beträgt 6, ermäßigt 3 Euro.

Bauern klagen über Frost und Trockenheit
Udo Folgart berichtete am Rande der BraLa-Vorausschau über die durch Trockenheit und Kälte entstandenen Schäden auf Brandenburgs Feldern. Vereinzelt wurden mit Bodenmessgeräten bis zu -11 Grad in den letzten Tagen gemessen. In der Uckermark hat der Frost 70 Prozent des Getreides geschädigt. Vereinzelte Obstbauern melden einen Totalverlust durch erfrorene Süßkirschblüten. Die Pflanzen waren durch die Trockenheit der letzten beiden Monate schon gestresst, denn es fielen nur 35 Prozent der normalen Niederschlagsmengen. So konnte der Frost ?ganze Arbeit leisten?. Zumindest am Ende der Konferenz fiel der heißersehnte Regen auf Brandenburg und Folgart zeigte sich optimistisch, dass die Natur einiges wieder aufholen kann.
Ungünstig ist auch die Entwicklung der regenerativen Energien in Brandenburg. Minister Woidke sprach sogar von einem Stillstand. Im letzten Jahr wurde keine einzige Biogasanlage in Betrieb genommen. Das Problem sind die kleinen Anlagen bis 500 kWh. Die Strombetreiber schützen ihre Netze vor Überspannung durch Abschaltung der Anbieter. Im Rahmen dieses Netzsicherheitsmanagement finden die kleinen Anlagen keine Beachtung mehr. e.dis beispielsweise liefern die kleinen Anlagen zu wenig Strom für das Netz. Woidke will mit einer Bundesratsinitiative das Energiewirtschaftsgesetz novellieren, so dass die kleinen Anlagen bis 500 kWh aus dem Sicherheitsmanagement herausgenommen werden. Erfreulich ist hingegen die EU-Erweiterung. Brandenburgs Bauern können in Polen Schweine zu besseren Preisen schlachten lassen und die Milchbauern haben 20 Prozent mehr Rohmilch in den Osten geliefert. Folgart sieht in den Nachbarländern eine wirtschaftliche Entwicklung mit steigenden Einkommen, die vermehrt Produkte aus Brandenburg nachfragt.

roRo

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