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Bayern startet Karpfensaison

Landwirtschaft

Karpfen ohne importiertes Futter

Etwas despektierlich wird der Karpfen auch „Planktonschwein“ genannt. Er ist robust, genügsam und frisst alles. Am Montag hat Bayerns Agrarminister Josef Miller in Waldsassen die Karpfensaison eröffnet. Wegen des moderaten Wachstums seine die Fische besonders wohlschmeckend. Miller wies ausdrücklich darauf hin, dass in der traditionellen Teichwirtschaft importiertes Futter wie Fischmehl und Soja keinen Platz haben.

Jeder zweite Karpfen kommt aus Bayern
Im langjährigen Vergleich erwarten die bayrischen Teichwirte mit rund 6.000 Tonnen Karpfen eine etwas geringere Ernte. Trotzdem komme immer noch jeder zweite Karpfen aus dem Freistaat. Rund 8.500 meist im Nebenerwerb wirtschaftende Betriebe gibt es in Bayern. Die durchschnittliche Teichfläche je Betrieb beträgt 2,4 ha. In Oberfranken sind mit 8.000 ha die meisten Teiche. Deshalb will Miller die regionale Herkunft wie den „Oberpfälzer Karpfen“, „Aischgründer“ oder Fränkischer Karpfen“ auch schützen lassen. Die regionale Vermarktung verbessere den Teichwirten die Absatzchancen.

Seit dem 13. Jahrhundert gibt es in Deutschalnd die Fischteichwirtschaft und in der Lausitz und im Bergischen Land gibt es weitere traditionelle Teichwirtschaften. Bioland hatte den Karpfen einmal zum Biotier des Monats ausgerufen und Sachsen will in diesem Jahr den ersten Bio-Karpfen aus den Netzen holen.

roRo

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