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Bio-Eier aus der Uckermark

Landwirtschaft

Am liebsten halten sich die Hühner im Freien auf

Bio-Eier aus der Uckermark

Der Biolandhof von Hans-Peter Wendt in Carmzow-Wallmow blickt auf eine 300-jährige Familiengeschichte zurück. Er liegt in der seenreichen Landschaft der Uckermark und beherbergt neben Rindern, Schweinen und Schafen, seit dem Jahr 2015 auch Legehennen. 

Die 13.000 Legehennen werden nach den Produktions- und Haltungskriterien der Biolandrichtlinie gehalten und sind in zwei Festställen und einem mobilen Stall untergebracht. Am liebsten halten sich die Hühner im Freien auf. Hierfür steht ihnen eine weitläufige Auslauffläche mit Streuobstwiese zur Verfügung, wo auch zahlreiche Kräuter gedeihen. Unterstände bieten hier Schutz vor Greifvögeln.

Für die Errichtung der Legehennenanlage bekam der Betrieb 425.585 Euro Fördermittel, von denen 18.750 Euro aus dem EU-Programm für die ländliche Entwicklung (ELER) stammen. Hinzu kamen Bundes- und Landesmittel.

An den Traufseiten der Stallgebäude wurden sogenannte Wintergärten als vier Meter breite Scharräume angelegt. Pflanzungen und Unterstände bieten Schutz für die Tiere. Die Hennen können „ihre“ Wiese bis in den letzten Winkel nutzen und natürliche Schutzräume in dem abwechslungsreichen Biotop aufsuchen. Der Bioland-Betrieb Wendt trägt mit dazu bei, dass heute jedes zehnte Huhn in Brandenburg ökologisch lebt.

Die nächste Generation ist schon auf dem Hof und seinen Streuobstwiesen zu Hause. Sohn Oskar übernimmt bereits vielfältige Aufgaben und wird den Bioland-Betrieb weiterführen.  

Eier sind ein Kernprodukt auf dem Lebensmittelmarkt und die Nachfrage in der Hauptstadtregion nach ökologisch erzeugten Eiern wächst weiterhin. Regionale Produkte decken derzeit nur lediglich 66,5 Prozent der Nachfrage in Berlin und Brandenburg ab.

Hans-Peter Wendt: „Für mich gehört eine vielseitige Tierhaltung zum ökologischen Landbau dazu.“

MLUL (Text; Foto: Alnatura)

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