Biodieselexporte sichern Rapsanbau

Landwirtschaft

GB und DK fragen deutschen Biodiesel stärker nach

Exporte von Biodiesel

Speiseöl, Futter und Biodiesel. Wenn der Raps blüht, bietet er den Bienen eine große Nektarweide. Der Absatz von Biodiesel aus Raps (RME) sinkt aber im Inland und wird künftig durch Biodiesel aus anderen Abfallölen ersetzt werden. 2016 sank die verbrauchte RME-Menge gegenüber dem Vorjahr von 1,03 auf 0,86 Millionen Tonnen. Den Verbrauch im zurückliegenden Jahr wird auf gleichem Niveau eingeschätzt, obwohl die Treibhausgasquote von 3,5 auf 4,0 Prozent erhöht wurde.

Daher stützt der Export von RME derzeit den heimischen Rapsanbau mit seinen anderen Produktverwertungen. Vor allem die Exporte nach Großbritannien und Dänemark sind 2017 stark gestiegen, wie die Union zur Förderung Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) zum Jahreswechsel meldet.

Von Januar bis September 2017 stiegen die Ausfuhren an Biodiesel um rund 11 % auf 1,16 Mio. t. Fast 94 % wurden in die Länder der EU-28 geliefert und damit 16 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Wichtigster Abnehmer sind die Niederlande mit einer leichten Steigerung von 1,5 % auf 428.000 t. Weiterhin stark ist die Nachfrage Polens, auch wenn die Menge zurückging, bleibt das Land an Platz 2. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) erhöhten viele andere EU-Länder den Import aus Deutschland. Dänemark hat sich mit einer Steigerung von 183 % auf 78.146 t, an Frankreich vorbei, auf Platz drei geschoben. Mit einem Plus von 276 % wuchsen die Ausfuhren nach Großbritannien besonders dynamisch. Aber auch Frankreich, Österreich und die Schweiz führten deutlich mehr Biodiesel aus Deutschland ein als im Vorjahreszeitraum. Die Exporte in die USA haben sich hingegen weiter reduziert und sanken um 99,7 % auf 89 t. Gründe sind die politische Fokussierung auf die Inlandsproduktion aus Sojaöl und der feste Euro, der EU-Ware im Ausland verteuert. Auch Norwegen orderte im Schnitt 55 % weniger.

roRo; Grafik: UFOP

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