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Brandenburg mit Rekordfläche an Mais

Landwirtschaft

Brandenburg: Mehr Mais als Roggen

Nach dem vorläufigen Ergebnis der Bodennutzungshaupterhebung 2015 haben die Brandenburger Landwirte den Getreideanbau gegenüber dem Vorjahr um rund 24.200 Hektar auf insgesamt 537.900 Hektar vergrößert. Getreide steht damit auf fast 53 Prozent der insgesamt 1,019 Millionen Hektar großen Ackerfläche Brandenburgs (2014: 50 Prozent).

Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg weiter mitteilt, ist sowohl der Anbau von Wintergetreide (+13.300 Hektar) als auch von Sommergetreide (+9.900 Hektar) gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Auch bei den beiden wichtigsten Brandenburger Wintergetreidearten Roggen und Winterweizen sind Flächenausdehnungen zu verzeichnen. Roggen ist auf 187.700 Hektar (+2.900 Hektar) und Winterweizen auf 165.800 Hektar (+9.000 Hektar) zu ernten.

Mais wächst 2015 auf einer Rekordfläche von 198.000 Hektar. Noch nie stand seit 1991 (133.300 Hektar) so viel Mais auf Brandenburgs Feldern. Damit hat Mais die bis 2013 anbaustärkste Kultur, den Roggen, flächenmäßig erneut übertroffen. Die verschiedenen Nutzungsformen von Mais (vor allem Körner- und Silomais) werden inzwischen auf 19 Prozent des Ackerlandes angebaut.

Ölfrüchte wachsen auf 14 Prozent des Ackerlandes. Bei diesen gab es gegenüber 2014 einen Anbaurückgang um drei Prozent auf 145.900 Hektar (2014: 151.200 Hektar). Dieser Rückgang ist größtenteils auf die um 4.800 Hektar gesunkene Winterrapsfläche auf 130.200 Hektar zurückzuführen. Auch der Körnersonnenblumenanbau verringerte sich weiter um fast 13 Prozent auf 10 500 Hektar (2014: 12.100 Hektar). Die bestimmenden Hülsenfrüchte Brandenburgs sind Süßlupinen mit 14.400 Hektar und Erbsen mit 7.200 Hektar. Bei beiden Kulturen sind deutlich Anbauvergrößerungen um 35 bzw. 25 Prozent zu vermelden, die auch auf die geänderte Agrarpolitik der Europäischen Union zurückzuführen sind.

Hackfrüchte werden auf 16 600 Hektar angebaut (–14 Prozent zum Vorjahr). Zuckerrüben sind 2015 auf 7.200 Hektar (–22 Prozent) und Kartoffeln auf 9.200 Hektar (–7 Prozent) zu roden. Damit ist der Kartoffelanbau gegenüber 2014 mit 9.800 Hektar wieder leicht rückläufig.

Amt für Statistik Berlin-Brandenburg

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