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Brandenburg möchte ein Mehr in der GAP

Landwirtschaft

Klimawandel in Brandenburg

Auf der Delegiertenversammlung des NABU in Brandenburg hat die Staatssekretärin beim Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz in Potsdam, Silvia Bender, die für Landwirte und die Natur bedenkliche Entwicklung von Wasserstandsverlusten in den Seen und drastisch fallenden Grundwasserständen hingewiesen. Dürre und Hitze schadeten zudem dem Wald, der auf 37 Prozent seiner Landesfläche als geschädigt gilt. Nur noch 14 Prozent der Forste sind ohne Schäden, sagte sie am Samstag. Vor allem bei Offenland-Lebensraumtypen der extensiv genutzten Kulturlandschaft wie Trockenrasen, Heiden und Feuchtwiesen habe sich der Zustand trotz ergriffener Maßnahmen nicht verbessert.

Der Kritik der Umweltverbände an der seit einem Jahr bestehenden „Kenia-Koalition“ in Potsdam führte Bender die zahlreichen Maßnahmen und Pläne auf, zu der beispielsweise die Klimaneutralität des Landes bis 2050 gehöre.

GAP nach 2020

Zu den aktuell laufenden Trilog-Verhandlungen zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in Brüssel zeigte Bender sich enttäuscht. Den Vorschlägen aus Parlament und Agrarrat fehlten Aspekte des Green Deals und der Strategien Farm-to-Fork und Biodiversität. Kritisch sei die fehlende Übertragung aus den Kommissionspapieren wie beispielsweise die Halbierung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes oder der Zielsetzung von 25 Prozent Ökolandbau bis zum Jahr 2030 in die GAP.

Allerdings versprach sie, bei den nationalen Strategiepapieren über das Land Brandenburg nachzubessern. So will Brandenburg die Strukturelemente in der Agrarlandschaft über Blüh- und überjährige Grasstreifen oder vielfältige Fruchtfolgen mit integrierten Leguminosen stärker fördern. Um vor allem bei den durch die Länder kofinanzierten Agrarumweltmaßnahmen müsse in der dafür zuständigen zweiten Säule der GAP nicht nur ausreichend Geld vorhanden sein, Bender will auch möglichst viel Geld in Brandenburg belassen.

Wasser

Das Thema Wasser steht in Brandenburg mehrfach auf der Agenda. Noch bis Jahresende 2020 will Potsdam ein Landesniedrigwasserkonzept vorlegen, das Wasser in der Landschaft zu halten und Grundwasserspeicher aufzufüllen. Im Oktober dieses Jahres hat die Arbeitsgemeinschaft Moorschutz die Arbeit aufgenommen und will neben Wiedervernässung und Renaturierung von geeigneten Moorflächen auch der Landwirtschaft mit der so genannten Nasslandwirtschaft neue Perspektiven geben. Darunter ist der Anbau von Schilf und speziellen Gräsern als Biomasseerzeugung gemeint.

roRo

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