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Brennerei ist Kulturgeschichte

Landwirtschaft

Klein- und Obstbrenner erhalten Kulturlandschaft

Im Rahmen der Intervitis/Interfructa hielt Staatssekretärin im baden-württembergischen Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch der Brennerei die Stange: „Das Brennereiwesen ist kein Produktionszweig wie viele andere, es ist vielmehr ein Stück Kulturgeschichte. Über Jahrhunderte hinweg hat die Brennerei große Teile unseres Landschaftsbildes geprägt.“ Damit sichere dieser Produktionszweig die Kulturlandschaft und sei für die Biodiversität von zentrale Bedeutung. Allerdings nehme die Streuobstanlagen immer weiter ab und den Brennereien müssten wirtschaftliche Alternativen geboten werden.

Land der Kleinbrenner
Schon sehr früh hätten sich vor allem im Südwesten Deutschlands Klein- und Obstbrennereien etabliert, weil es hier seit jeher reichlich Kern- und Steinobst gegeben habe. In Baden-Württemberg existiere mit rund 22.000 Abfindungsbrennern und 180.000 Stoffbesitzern die größte Brennerdichte in ganz Deutschland.
Baden-Württemberg setze sich besonders stark für den Fortbestand des Branntweinmonopols bis zum Jahr 2017 ein. „Ohne das Branntweinmonopol bestehen derzeit keine wirtschaftlich angemessenen Erzeugungsbedingungen für die traditionelle landwirtschaftliche Agraralkoholerzeugung in Deutschland“, so Gurr-Hirsch. Die Europäische Kommission sei grundsätzlich bereit, in ihrem Bericht zum deutschen Branntweinmonopol einen Verlängerungsvorschlag aufzunehmen, wenn von der Bundesregierung ein Ausstiegsszenarium für den Zeitraum 2011 bis 2017 aufgezeigt werde.

MELV / roRo

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