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Britische Schlachter schlüpfen unter irische Fittiche

Landwirtschaft

EU genehmigt Fusion in britischer Schlachtindustrie

Am Montag hat die EU die Übernahme der britischen Linden Foods durch die britische Genossenschaft Fane Valley und der irischen ABP Food Group zugestimmt.

Die Briten von Linden Foods standen bereits unter Kontrolle von Fane Valley mit einer gemeinsamen Schlachtung und Verarbeitung von Rindern und Schafen. Fane Valley hat zudem noch tierische Nebenprodukte aus Irland und dem Vereinigten Königreich verarbeitet. Jetzt greift ABP Food Group aus Irland, die mit den gleichen Tätigkeiten neben England auch in anderen EU-Ländern tätig ist, auf Linden Foods zu. Gemeinsam mit Fane Valley hatten die Iren bereits 2016 die Slaney JV übernommen. Das irische Unternehmen Slaney  besteht aus den beiden Teilbereichen der Fleischverarbeitung in Irland und Belgien sowie dem Proteinmarkt in Irland durch Verarbeitung von tierischen Nebenprodukten.

Jetzt also darf sich Linden Foods mit seinen mehrfach ausgezeichneten Produkten mit Fleischwerken in Dungannon (Nordirland), Burradon in England und dem irischen Fermanagh unter ein Dach begeben, das künftig Mitglied der EU bleibt. ABP hat mit dem Coup die Hälfte von Linden übernommen.

Die ABP Food Group gehört zu den größten Nahrungsmittelherstellern Europas mit historischem Schwerpunkt Fleisch und erstreckt sein Geschäftsfeld mittlerweile auf Convenience-Produkte, Tiernahrung sowie auch erneuerbaren Energien. 2015 betrug der Umsatz 2,7 Milliarden Euro. Das Unternehmen startete im April dieses Jahres die Kampagne für irisches Fleisch in Deutschland. Zwischen 2012 und 2016 hat sich der Export von irischem Rindfleisch nach Deutschland auf 23.000 Tonnen verdoppelt. Grund sei die Suche nach Ursprünglichkeit und Rückverfolgbarkeit. Bis Ende 2018 soll der Export auf 30.000 Tonnen ansteigen.

Roland Krieg

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