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Bund stoppt Energieeffizienzprogramm Gartenbau

Landwirtschaft

Altmaier stoppt Gartenbau-Programm für Energieeffizienz

Ohne Gewächshäuser wäre die Saison für frisches Gemüse nur knapp bemessen. Auch im Bereich Pflanzenschutz können die Glashäuser punkten, denn im Freiland sind auch die Nützlinge gegen Pflanzenschädlinge nur schwer gezielt einzusetzen. Auf der anderen Seite sind Gewächshäuser sehr energieintensiv und daher nicht per se Nachhaltig. Rund 90 Prozent des Energiebedarfes entfallen auf die Beheizung der Glasgebäude an. Die Energieagentur Nordrhein-Westfalen schätzt die Energiekosten auf zehn Prozent des Jahresumsatzes. Daher sind die Gartenbauer bemüht, die Energie so effizient wie möglich einzusetzen. Durch verschiedene Einsparmöglichkeiten sind zwischen fünf und 30 Prozent drin. Den meisten Teil kann ein so genannter Energieschirm über den Pflanzen einsparen. Gute Stehwand- und Giebelabdichtungen sparen bis zu 40 Prozent der aufgewendeten Energie ein. Auch die Klimaregelung und eine moderne Heizanlage können weitere Einspareffekte erzielen.

Programm eingestellt

Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) hat die Einstellung des Programms zur Steigerung der Energieeffizienz kommen sehen. Es Summe der verfügbaren Mittel wurde immer kleiner und das Budget 2013 reiche nur noch aus, um die bis Ende Dezember eingehenden Anträge zu finanzieren. ZVG-Präsident Jürgen Mertz hatte Bundesumweltminister Peter Altmaier angeschrieben und eine abschlägige Antwort zur Fortführung des Programms erhalten.
Der ZVG können hingegen ein neues Projekt beantragen, dass zwar nicht mehr die Investitionen der Unternehmen unterstützt, aber Beratung, Information und Vernetzung.
Näheres und eine Abschlussbilanz hat das Bundesumweltministerium auf Anfrage von Herd-und-Hof.de am Dienstag nicht mitgeteilt und vorgelegt.

Roland Krieg

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