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Bunt statt grün

Landwirtschaft

Imkern fordern mehr Bienenweiden

Mehr als 750.000 Bienenvölker liefern nicht nur den süßen Honig, sondern tragen mit ihrer Bestäubungsleistung auch zum erhalt der Biodiversität bei. Andererseits sind sie auf die Artenvielfalt angewiesen. Auf seiner Klausurtagung hat der Deutsche Imkerbund (D.I.B.) allerdings festgestellt, dass die intensive Landbewirtschaftung mit ihren Monokulturen den Bienen und anderen Insekten die Nahrungsgrundlage entzieht. Gerade in den Sommermonaten sind die Imker immer wieder gezwungen ihre Bienen zu füttern, weil sie im ländlichen Raum keine Nahrung mehr finden.

Positionspapier
Auf der Tagung hat der Imkerbund daher ein Positionspapier mit Forderungen an die Gesellschaft erstellt, die Umweltsituation für die Bienen zu verbessern.
Die Blühstreifen, Blühflächen und Ausgleichsprogramme in der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAP) sollen ausgeweitet werden. Erfolgreiche Länderprogramme sollen in allen Bundesländern eingeführt werden. Statt „Öffentliches Grün“ sollen Städte und Gemeinden „Öffentliches Bunt“ anlegen. Für die Gewinnung von Biogas sollen Blühpflanzen genutzt werden. Auch unter Fotovoltaikflächen sollen Blühpflanzen ausgesät werden. Nach der Getreideernte sollen Zwischenfruchtsaaten gefördert werden und Landwirte sollen einen finanziellen Ausgleich für Landschaftspflegemaßnahmen erhalten.

roRo

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