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CDU will Sachkundenachweis für Tierhalter

Landwirtschaft

CDU will regional verwurzelte Familienbetriebe

„Landwirtschaft ist keine Branche wie jede andere, denn sie trägt Verantwortung für die Natur.“ So lautet der erste Satz eines Grundsatzpapiers, den der CDU-Fachausschuss Landwirtschaft und ländlicher Raum am Montag verabschiedet hat. Eine zukunftsfähige Landwirtschaft und gute Ernährung gehören zusammen, betont Christina Schulze Föcking, stellvertretende Vorsitzende der NRW-Fraktion. „Deshalb geht die Frage, wie unsere Landwirtschaft Lebensmittel erzeugt und welche Rahmenbedingungen die Politik vorgibt, jeden einzelnen Bürger an.“

Um die Extreme Idylle und Skandal zu vermeiden fordert die CDU einen neuen Konsens mit der Branche. Leitbild soll „die bäuerliche Landwirtschaft, die von regional verwurzelten Familienbetrieben getragen wird“ sein. Das müsse auch den Einsatz moderner Technik mit einschließen, betont Schulze Föcking. Das mache die Landwirtschaft umweltfreundlicher und erhöhe das Tierwohl.

Zur Landwirtschaft gehört auch die globale Wertschöpfungskette. Sonst fänden deutschen Verbraucher nicht ganzjährig Kaffee, Tee oder Südfrüchte im Regal. Umgekehrt „ist unser Standort sehr gut für den Anbau von Ackerfrüchten, wie Getreide, Mais, Kartoffeln, Raps und Zuckerrüben sowie zur Erzeugung von heimischen Obst und Gemüse, Fleisch und Milch geeignet“.

Das Leitbild führt die Grundsätze Nachhaltigkeit, gesellschaftliche Leistungen, bäuerliche Landwirtschaft, Entwicklung von neuen Standards mit Augenmaß, Wochenmarkt und Weltmarkt, internationale Verantwortung für die Welternährung und Problemlösungen statt Diffamierungen an.

Die Partei spricht sich für die Haltung von Tieren aus und will Eingriffe am Tier vermeiden. Qualifikation und Management sind für gesunde Tiere und Herden Voraussetzung. Daher will die CDU „entsprechende Sachkundenachweise unter Berücksichtigung bereits vorhandener fachlicher und Aus- und Fortbildung einführen.“

Um das Leitbild und das Verständnis über die landwirtschaftliche Produktion an die Verbraucher zu bringen, sollen zivilgesellschaftliche Organisationen in Veranstaltungen, oder Online-Foren einbezogen werden. Ein Ziel des Dialogs sei das „Wissen über Landwirtschaft, Lebensmittelherstellung und Ernährung zu verbessern“.

roRo

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