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Das nächste grüne Agrarministerium

Landwirtschaft

Priska Hinz ist Landwirtschaftsministerin in Hessen

Das hessische Landwirtschaftsministerium bleibt in weiblicher Hand. Doch nach Lucia Puttrich (CDU) folgt nun eine Vertreterin von Bündnis 90/Die Grünen, Priska Hinz. Damit schreitet auf Länderebene die Agrarwende nach Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg in einem sechsten Ministerium fort. Die CDU ist nur noch in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen präsent. Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern haben ein sozialdemokratisch geführtes Agrarministerium. Bayern bleibt zwar tiefschwarz, verfolgt aber als Flächenland mit starken Familienbetrieben, Gentechnikfreiheit und Forcierung des heimischen Futteranbaus grünenähnliche Positionen.

Priska Hinz kann auf den gleichen Ressortzuschnitt wie ihre Vorgängerin zurückgreifen. Das Ministerium ist zuständig für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Hinz war 1998 und 1999 bereits Landesministerin für Umwelt und Energie und ist seit 2005 Mitglied des Bundestages.

Der Anbauverband Naturland hat die Zeichen erkannt und Hinz aufgefordert, die Chance für einen weiteren Schritt in Richtung Agrarwende zu nutzen. Das Hessen ein weiteres grünes Agrarministerium der bundesweiten Agrarpolitik zufügt, sei „umso bedeutender, als den Ländern bei der praktischen Umsetzung der EU-Agrarreform eine besonders wichtige Rolle zukommt“, kommentiert Hans Hohenester, Präsidiumsmitglied bei Naturland. Die Grundlagen sind gelegt: Der hessische Koalitionsvertrag will den Ökolandbau in Hessen durch eine verlässliche Förderung ausbauen. Auch die Agrarumweltprogramme der zweiten Säule sollen ausgebaut werden.

Priska Hinz wird einen Öko-Aktionsplan umsetzen, der mehr Ausbildung und Forschung vorsieht sowie den Öko-Landbau in den Ausbildungsplan der Landwirte integrieren wird. Schwarz-grün hat sich zudem für ein gentechnikfreies Hessen ausgesprochen.

Roland Krieg; Foto: B90/Die Grünen

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