Deutschland bleibt Agrarland

Landwirtschaft

Merkel auf dem Deutschen Bauerntag

>Auch als Industriestaat bleibt Deutschland nach Ansage der Bundeskanzlerin ein Agrarland. Die Landwirtschaft spiele angesichts der wachsenden Bevölkerung nach wie vor eine große Rolle, so Angela Merkel in Koblenz. Umso wichtiger sei es, dass sich der Bauernverband ein Leitbild geben möchte, damit im Zeitalter der erneuerbaren Energien auch die Nahrungsmittelproduktion nicht vernachlässigt wird.

Zur Novellierung des EEG sagte Merkel, man habe mit dem Berufsstand viel über Nachhaltigkeit diskutiert und werde dafür sorgen, dass im Rahmen des EEG, nicht Monokulturen wie beim Mais umgesetzt würden. Außerdem bleibe es Ziel der Bundesregierung, die erneuerbaren Energien dezentral zu gestalten, damit in Gedanken an Raiffeisen möglichst viele Menschen davon profitieren können.

Zum Thema EHEC verteidigte Merkel die Informationspolitik der Bundesregierung. EHEC und Dioxin haben gezeigt, wie schnell ein gesicherter Absatz und Kalkulation verloren gehen können. Trotzdem sei es richtig gewesen, Produkte nach EHC-Funden zu benennen. Man müsse aber auch für Entschädigungen sorgen, wenn es Bauern übermäßig treffe.

Als Problem sieht Merkel den Flächenverbrauch in Deutschland an. Man habe das Wirtschaftswachstum vom Energieverbrauch entkoppeln können, aber nicht vom Flächenverbrauch.

Als gesamtgesellschaftlichen Ansatz über und mit der Landwirtschaft zu diskutieren, sieht Merkel die von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner begonnene Charta für Landwirtschaft und Verbraucher

Roland Krieg (Text und Fotos)

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