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Die Situation von Bestäubersinsekten

Landwirtschaft

Die Rote Liste der Bestäuber

Das Bundeslandwirtschaftsministerium hatte im Februar dieses Jahres bereits auf die bedrohte Situation der Bienen und Wildbienen aufmerksam gemacht. Verlässliche Individuenzahlen liegen bei wirbellosen Tieren kaum vor, aber mit 40,9 Prozent weisen Wildbienen eine überdurchschnittliche Bestandsgefährdung auf.  Das Bundesumweltministerium hat jetzt auf Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen bei Hummeln, Hornissen und Wespen nachgelegt und einen Überblick gegeben.

„Die Artengruppe der Wespen (Hymenoptera, Aculeata: Grabwespen (Ampulicidae, Crabronidae, Sphecidae), Wegwespen (Pomplidae), Goldwespen (Chrysisidae), Faltenwespen (Vespidae), Sonnenameisen (Multillidae), Dolchwespen (Scoliidae), Rollwespen (Tiphiidae) und Keulhornwespen (Sapygidae), zu denen auch die Hornissen gehören, umfasst in Deutschland ebenfalls 561 etablierte Arten. Davon wurden 559 in der aktuellen Roten Liste aus dem Jahr 2011 bewertet. Insgesamt sind 36,9 Prozent der bewerteten Wespenarten bestandsgefährdet, 3,6 Prozent werden in der Vorwarnliste geführt und 48,3 Prozent sind ungefährdet. Es ergibt sich im Vergleich zur Roten Liste aus dem Jahr 1998 bei 49 Arten (8,8 Prozent) eine positive und bei fast ebenso vielen, nämlich bei 46 Arten (8,2 Prozent) eine negative Kategorieänderung. Für den überwiegenden Anteil von 73 Prozent blieb die Kategorisierung unverändert.

„Der kurzfristige Bestandstrend dieser Arten wurde aus Daten, die in den Jahren 1998 bis 2011 erhoben wurden, gebildet. Der so ermittelte kurzfristige Trend zeigt für 37,4 Prozent der bewerteten Arten eine Bestandsabnahme, ein gleichbleibender Trend besteht für 54,2 Prozent.

„Eine deutliche Zunahme wird bei keiner Art verzeichnet.“

roRo; VLE

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