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Dr. NaWaRo und Co.

Landwirtschaft

Neue Berufsgeneration

Mittlerweile sind auch die klassischen Berufe Land- und Tierwirt wieder gefragt. Und es geht noch weiter. Insgesamt stehen Auszubildenden 13 grüne Berufe zur Auswahl. Mit dem Umschwung zu erneuerbaren Energien bieten sich zusätzliche Perspektiven. Erneuerbare Energien haben einen Anteil von 5,3 Prozent am Primärenergieverbrauch, sollen bis 2020 aber 16 Prozent erreichen. Das gibt nach Umweltminister Sigmar Gabriel neue Berufschancen. Als er in der letzten Woche die neuesten Branchenergebnisse vorgestellte, zählte er 214.000 Menschen, die im Bereich der erneuerbaren Energien tätig sind. Allein im letzten Jahr entstanden 24.000 Arbeitsplätze.

Rechtzeitig informieren
Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Dr. Till Backhaus weist im laufenden Schuljahr bereits darauf hin, dass junge Leute sich rechtzeitig über einen Beruf in der Landwirtschaft informieren sollten. Die Agrarwirtschaft hat sich im vergangenen Jahrhundert rasant verändert und heute bestimmt modernste Technik den Arbeitsalltag. Trotz des hohen technischen Standards bieten die Berufe der Agrarwirtschaft ein Erlebnis, das in anderen Bereichen verloren gegangen ist – den direkten Kontakt zur Natur und den Tieren. Und, so Backhaus: „Die Agrarwirtschaft befindet sich mitten in einem Generationenwechsel, der sich auf allen Ebenen vollzieht und das Management, Stammkräfte, Spezialisten und Saisonkräfte umfasst. Also beste Vorraussetzungen, für sich eine lohnende Zukunft aufzubauen.“ Um den Einstieg zu erleichtern hat MV eine neue Internetplattform geschaffen, die dem Einzelnen einen Überblick und Antworten auf Fragen zur Aus-, Fort- und Weiterbildung bietet. Besucht werden kann die Seite unter www.bildungsserver-agrar.de

Dr. NaWaRo
Die Universität Hohenheim und die Hochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg bieten ab dem kommenden Wintersemester ein einzigartiges Studienangebot. Speziell der Boom im Sektor Bioenergie läuft Gefahr, durch einen eklatanten Fachkräftemangel totzulaufen. Beide akademischen Einrichtungen in Baden-Württemberg heben daher die neuen Bachelor-Studiengänge „Nachwachsende Rohstoffe“ (NaWaRo) und „BioEnergie“ aus der Taufe. Studierende können Vorlesungen an beiden Hochschulen besuchen und Professoren den Schwerpunkt des jeweilig anderen ergänzen.
Das Ausbildungsangebot der Branche ist unzureichend. „Der neue Boom verlangt nach Spezialisten mit breitem Hintergrund“, erklärt der Rektor der Universität Hohenheim, Prof. Dr. Hans-Peter Liebig. Schließlich seine viele klassische Disziplinen betroffen, von der Züchtung neuer Energiepflanzen über die Produktion bis hin zur ingenieurwissenschaftlichen Konstruktion.
„Über sechs Semester vermitteln wir eine praxisnahe Ausbildung in Pflanzenbau, Technik oder Ökonomie“, sagt Prof. Dr. Joachim Müller, Leiter der Arbeitsgruppe zur Einrichtung des neuen Studiengangs. Im Zentrum der Rottenburger Hochschule steht der Wald als Reservoir für neue Energien. „Hier haben wir über die Jahre eine besondere Kompetenz hinsichtlich der Mobilisierung und Nutzung vorhandener, weitgehende unangetasteter Nutzungsreserven, insbesondere im kleinen Privatwald, aufgebaut“, erklärt Rektor Prof. Dr. Bastian Kaiser aus Rottenburg.
Die Hohenheimer haben zur Zeit das größte Forschungslabor für Biogas in Europa und bauen eine neue Anlage im Praxismaßstab, um die Forschungsaktivitäten in Baden-Württemberg zu bündeln.

Mehr Informationen:
www.uni-hohenheim.de
www.hs-rottenburg.de

VLE

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