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Dürre und anhaltende Trockenheit

Landwirtschaft

Mais und Sonnenblumen in SO-Europa dürregeschädigt

Der aktuelle Vegetationsbericht der EU-Kommission weist für Südost-Europa bis nach Nordgriechenland eine ernste Dürre aus, die Mais und Sonnenblumen in Mitleidenschaft zieht. Die Ertragsprognose für Sonnenblumen wird um 7,5 Prozent gegenüber dem Vormonat August nach unten korrigiert. Gegenüber dem 20-jährigen Mittel bleibt sie mit minus 1,5 Prozent noch im Rahmen. Auch die Prognose für die Maisernte wurde nach unten korrigiert. Das Minus von 2,2 Prozent liegt aber noch über dem langjährigen Mittel. Besonders betroffen sind Rumänien, Bulgarien und die nördliche Ukraine.

In den Benelux-Ländern, Frankreich und Deutschland macht sich die mehrjährige Trockenheit bemerkbar. Die Niederschläge haben das Regendefizit der vergangenen Jahre nicht ausgleichen können und beeinträchtigt die Ernte von Mais, Kartoffeln und Zuckerrüben. Ausgiebige Niederschläge in Irland und Großbritannien haben seit Mitte August die Abreife von Winter- und Sommergetreide verzögert. In der südlichen Türkei erreichten die Temperaturen Werte von mehr als 40 Grad Celsius. Bewässerten Sommerungen wurden kaum beeinträchtigt.

Mehr Tropentage

Weite Teile Europas erfuhren einen Sommer, der ein bis zwei Grad Celsius über den Durchschnittswerten lag. Die Zahl der Tropentage mit mehr als 30 Grad Celsius in Benelux, Frankreich, Deutschland und Kroatien lag zwischen fünf und zehn Tage zwischen Juni und August. In Rumänien, Bulgarien, dem südlichen Russland und der Nord-Ukraine gab es 15 Tropentage.

Der aktuelle Blick auf die Thermometer zeigt, dass die Periode wärmeren Wetters weitergeht.

Das geht auch am Grünland nicht vorbei. In Südosteuropa und im Westen steht das Grünland unter Stress, im Baltikum, auf der iberischen Halbinsel und Griechenland und Italien bewegt sich das Biomassewachstum zwischen dem Durchschnitt und dem saisonalen Maximum. Das für die Messung notwendige Satellitensignal wurde im August allerdings wegen dichter Wolkendecke für eine exakte Messung zu oft reflektiert.

Deutschland

Kurze Hitzewellen zeigten sich in Deutschland während der August-Wärmeperiode zwischen dem 06. und 21. August. Niederschläge waren ungleich mit Häufungen in Süddeutschland und Sachsen verteilt. Ausgewogene Niederschläge gab es lediglich in Hessen und Niedersachsen. Die Anzahl der Regentage lag allerdings in allen Regionen unter dem Durchschnitt. Die Ernte konnte im überwiegenden störungsfrei ablaufen.

roRo

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