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Ein Dorf wird gewinnen

Landwirtschaft

Vier Dörfer wollen ihre Kirche sanieren

Dörfer sind integrale Bestandteile des ländlichen Raums. Kirchen sind integrale Bestandteile des Dorfes. So manches Kleinod säumt den Wegesrand oder die Dorfmitte – und lädt zum verweilen. Mecklenburg-Vorpommern verbindet mit den „offenen Kirchen“ seit einigen Jahren Landurlaub, Kultur und Wertschöpfung.

Kirchensanierung zu gewinnen
Am kommenden Sonntag wird in Leipzig die Gemeinschaftsproduktion des MDR und rbb „Ein Dorf wird gewinnen“ ab 20:15 Uhr ausgestrahlt. Vier Dörfer wetteifern um eine halbe Million Euro für die Kirchensanierung. Neben Wechmar aus Thüringen, Polleben aus Sachsen-Anhalt, Alt-Krüssow aus Brandenburg nimmt auch Waldleben aus Sachsen teil. Waldleben gehört zur Gemeinde Eibau und liegt mit seinen 860 Einwohner zwischen Zittau und Bautzen. Die Kirche ist knapp 300 Jahre alt und der Zahn der Zeit hat heftig an ihr genagt. Die notwendige Sanierung gibt das sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft mit mindestens 460.000 Euro an.

„Es geht um mehr als Geld“
Sachsen Staatsminister Stanislaw Tillich, als Oberlausitzer in der Nähe Walddorfs zu Hause, hat die politische Fürsprache übernommen: „Wir wollen gewinnen. Kirchen spielen eine wichtige Rolle im ländlichen Raum“, betonte Tillich. Die Entwicklung des ländlichen Raums gehört zu seinen Aufgaben und die Kirchen sind mit ihrem vielfältigen sozialen, kulturellen und bildungspolitischen Engagement unverzichtbar für das dörfliche Leben. Kirchen seien Bezugspunkt für die Menschen und stünden auch für Heimat und Herkunft. Deshalb, so Tillich weiter, geht es „um weit mehr als um Geld.“

Es gibt keine Verlierer
Bereits heute ab 12:00 Uhr ist der so genannte Ted geschaltet, über den Kirchenfans ihre Stimme abgeben können. Jeder Anruf kostet 50 Cent und wandert in den Topf, aus dem die Plätze zwei bis vier unterstützt werden. 50.000 Euro sollen diese jeweils erhalten. Die Siegprämie von 500.000 Euro wird von der KIBA-Stiftung, Stiftung zum Erhalt kirchlicher Baudenkmäler, bereitgestellt.
Die Einwohner müssen ihr Dorf in 60 Sekunden vorstellen, einen Werbespot in eigener Sache gedreht haben und mit Glocken eine bestimmte Melodie intonieren. Weitere Aufgaben wird ihnen MDR-Moderatorin Andrea Ballschuh erst am Sonntag eröffnen.

0137 / 90 60 50-1 // SMS an 60 50 0 „Dorf1“ unterstützt Walddorf. www.eibau.de/dorf/pages/die-kirche.php zeigt wie die Gemeinde ohne Kirche aussähe.

0137 / 90 60 50-2 // SMS an 60 50 0 „Dorf2“ unterstützt Polleben. Die älteste Urkunde des Teilnehmers aus Sachsen-Anhalt ist aus dem Jahre 1162. Die älteste der zwischenzeitlich vier Kirchen wurde um 1200 erbaut. http://http://www.sankt-stephanus-zu-polleben.de/index3.html

0137 / 90 60 50-3 // SMS an 60 50 0 „Dorf1“ unterstützt Wechmar. Das Dorf ist als „Tor zum Thüringer Burgenland“ bekannt und bietet auf der Internetseite www.wechmar-bach.de einen Countdown bis zur Fernsehsendung an.

0137 / 90 60 50-4 // SMS an 60 50 0 „Dorf4“ unterstützt Alt-Krüssow im Nordwesten Brandenburgs. Die 109 Einwohner fiebern in der Prignitz dem großen Medienaufgebot für die Direktschaltung entgegen. www.wallfahrtskirche-alt-kruessow.de

roRo

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