EU-Bio-Aktionsplan auf der Zielgeraden

Landwirtschaft

Warnungen vor Überförderung

Der im März 2021 von der EU-Kommission vorgestellte Bio-Aktionsplan  folgt den Strategien „From Farm-to-Fork“ und der Strategie zur Biodiversität unter dem Dach des Green Deals. Der Plan sieht einen Anstieg der ökologischen Produktion bis 2030 auf 20 Prozent vor. 2019 wurden mit 13,8 Millionen Hektar rund 8,5 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche ökologisch bewirtschaftet. Der Plan schließt andere Formen der nachhaltigen Landbewirtschaftung nicht aus.

Am Mittwoch diskutierte der Agrarausschuss des Europaparlamentes über den aktuellen Stand der Dinge. Ende März soll im Agri über eine Entschließung zum Bio-Aktionsplan abgestimmt werden, damit im Mai das Votum des Europaparlamentes folgen kann. Berichterstatterin Simone Schmiedtbauer von den österreichischen Christdemokraten legte die Schwerpunkte des Programms dar. Im Allgemeinen soll der Biosektor in seiner Rolle für den Green Deal gefördert werden. Der Ausbau spiele für das Erreichen der übergeordneten Nachhaltigkeitsziele der EU eine große Rolle. Die nationalen Ziele für den Ökolandbau müssten über flexible in den Aktionsplan eingearbeitet werden.

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Auch der Biosektor brauche entsprechende Biopreise, die von den Verbrauchern bezahlt werden müssen. Das EU-Biologo müsse für eine stärkere Akzeptanz bei den Konsumenten stärker beworben werden und die Landwirte brauchen mehr Schulungen. Der Agrarausschuss schließt die Aquakultur, die eigentlich im Ausschuss für Fischerei behandelt wird, mit ein. Damit die Nachfrage gestärkt wird, fordert Schmiedtbauer das öffentliche Beschaffungswesen, mehr Ökoprodukte nachzufragen, was auch für europäische Organisationen gelten müsse.

Atidzhe Alieva-Veli von den Liberalen aus Bulgarien wünscht sich in Änderungsanträgen die Berücksichtigung der nationalen Besonderheiten und Ausgangssituationen. Sie warnt vor einer Überförderung, wenn die Nachfrage nicht mit dem steigenden Angebot mit wächst.

Roland Krieg

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