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EU einig über PSM-Verordnung

Landwirtschaft

PSM-Verordnung stoppt illegalen Handel

>Der Rat der europäischen Union hat sich gestern auf den Text zur neuen Pflanzenschutzmittelverordnung geeinigt.
„Verbraucherinnen und Verbraucher wollen gesunde Agrarprodukte von hoher Qualität, die Landwirtschaft und Gartenbau sind aufgefordert, diese Qualitäten zu produzieren und zu liefern“ stellt Gerd Lindemann, Parlamentarischer Staatssekretär aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) fest. Weil die geforderten Mengen nicht ohne Pflanzenschutzmittel produziert werden könnten, müssen diese ohne Gefahr für Umwelt und Mensch hergestellt werden. Die neue Verordnung soll das sicherstellen.
Weil der innereuropäische Handel mit Pflanzenschutzmitteln (PSM) floriert, führe die Harmonisierung zu mehr Rechtssicherheit und der Handel mit illegalen PSM werde zurückgehen, prognostiziert das BMELV.

Weil der Industrieverband Agrar (IVA) fürchtet, dass bei der Harmonisierung der Pflanzenschutzmittel Wirkstoffe nicht mehr zugelassen werden können, forderte Hauptgeschäftsführer Volker Koch-Achelpöhler eine Erleichterung für Neuzulassungen: „Wir fürchten aber, dass weit mehr wichtige Pflanzenschutzmittel verloren gehen, als den Politikern derzeit bekannt ist.“ Nicht alle Schädlinge und Krankheiten könnten mehr bekämpft werden und Verbraucher könnten nicht mehr zu angemessenen Preisen mit Lebensmittel versorgt werden, so Koch-Achelpöhler weiter. Angesichts des steigenden Bedarfs an Lebensmittel soll eine Auswirkungsstudie zu der geplanten Verordnung durchgeführt werden, fordert der IVA.

roRo

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