EU fördert Aquakultur

Landwirtschaft

EU fördert Aquakultur

Am Mittwoch hat die EU beklagt, dass trotz reichhaltiger Forschung und technologischen Vorsprungs die Aquakultur in Europa weit weniger intensiv wächst als in anderen Weltregionen. Die Gründe dafür will die EU jetzt herausfinden und warum das so wichtig ist erklärte Joe Borg, EU-Kommissar für maritime Angelegenheiten und Fischerei: „Die Aquakultur hat als Quelle hochwertiger, gesunder Fischereiprodukte für die anspruchsvollen Verbraucher in der EU noch eine große Zukunft vor sich. Ihr Potenzial ist gegenwärtig noch längst nicht ausgeschöpft. Jetzt ist es an der Zeit, diesem politisch hochwertigen Sektor gerecht zu werden, ihm eine gleichberechtigte Stimme zu geben, den er zur Entwicklung braucht.“
Die EU will Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit und die Verwaltung des Sektors verbessern. Dazu müsse mehr in die Forschung investiert werden, die Raumplanung für Küsten- und Flusseinzugsgebiete müsse verbessert und die Erfordernisse der Marktpolitik angepasst werden.

Aquakultur in Zahlen
Aus der europäischen Aquakultur stammen rund 1,3 Mio. Tonnen Fisch, was einem Anteil von 18 Prozent an der Gesamtfischerei ausmacht.

Die bedeutendsten Meeresfrüchte:

Die bedeutendsten Produzenten:

Miesmuscheln: 361.000 t

F: 258.000 t / 555 Mio. €

Regenbogenforelle: 203.000 t

ES: 222.000 t / 280. Mio. E

Lachs: 145.000 t Austern: 127.000 t

I: 181.000 t / 476 Mio. €

Mittelmeermiesmuschel: 109.000 t

UK: 173.000 / 498 Mio €

GR: 106.000 t / 345 Mio. €

Welcher Fisch woher?

Austern: Frankreich dominant; auch Irland

Muscheln. Spanien, Italien, Niederlande, Frankreich

Forelle: In fast jedem Land; bedeutend: Italien, Frankreich, dann Deutschland, Dänemark, Spanien

Karpfen: Zentraleuropa: Tschechische Republik, Polen, Deutschland, Ungarn

Aal: Niederlande, Dänemark, Italien

Atlantischer Lachs: Schottland, Irland

Seebarsch und Brasse: Griechenland

Q: Alle Zahlen: EU 2005 und 2008

Mehr als 65.000 Menschen arbeiten in der Aquakultur.
Die Vorhaben der EU-Politik stehen in der Kritik ökologischer Verbände, wie Naturland zuletzt auf der BioFach in Nürnberg vorgetragen hat.

roRo

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