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EU hat 2018 mehr Agrargüter erzeugt

Landwirtschaft

EU erzeugt mehr pflanzliche Produkte

Agrar-Produktionswert in der EU

Nach Angaben von Eurostat hat die EU im Jahr 2018 Agrarleistungen im Gesamtwert von 434,3 Milliarden Euro erzeugt und den Wert aus dem Jahr 2017 um 0,7 Prozent übertroffen. Mehr als die Hälfte entstand aus betriebliche Inputs und Serviceleistungen, während 41,8 Prozent des Wertes die Erzeugnisse wie Getreide und Fleisch ausmachten (181,7 Milliarden Euro). Da der Wert für die Betriebsmittel wie Dünger, Lohndrusch oder Energie stärker stieg als der Wert der Erzeugnisse ist der Bruttogesamtwert gegenüber 2017 um 3,5 Prozent gesunken.

Den höchsten Produktionswert erzielte Frankreich mit 77,2 Milliarden Euro (18 Prozent des EU-Wertes) gefolgt von Italien (56,9 Mrd. € und 13 %) und Deutschland (52,7 Mrd. € und 12 Prozent). Spanien kommt auf einen vergleichbaren Wert wie Deutschland, Großbritannien folgt mit Abstand auf Platz 5 (29,8 Mrd. € und 7 %).

Das stärkste Wachstum der Bruttoproduktion fand im Osten und auf dem Balkan mit Slowenien, Rumänien und Kroatien statt. In Dänemark nahm der Produktionswert um 8,9 Prozent ab. Bei den Ländern mit den größten Agrarindustrien konnten nur Frankreich, Spanien und Italien zwischen drei und fünf Prozent zulegen. In Deutschland hingegen nahm der Produktionswert im Vergleich zur Agrarindustrie mit 6,3 Prozent am meisten ab.  

Die wichtigsten Kostenfaktoren waren Energie, Futterkosten sowie Kraft- und Schmierstoffe. Das haben auch Preissenkungen bei Dünge- und Pflanzenschutzmittel nicht auffangen können.

Pflanzliche Produkte legten um 2,7 Prozent zu und konnten auf die starken Sektoren Wein, Tafeltrauben, Mais, Kartoffeln und Obst setzen. Demgegenüber sank der Produktionswert bei tierischen Produkten um 2,4 Prozent und begründet sich auf sinkende Preise bei Schweine, Milch und Rinder.

roRo; Grafik: Eurostat

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