Menü

EU-Quoten für Tiefwasserfische gesenkt

Landwirtschaft

Kommission legt Tiefseefangquoten im NO-Atlantik vor

Nachdem der Europäische Agrarrat am Montagnacht die Fangquoten für die Ostsee festgelegt hat, folgt die Kommission am Donnerstag mit Quoten für drei Tiefseefische in europäischen und internationalen Gewässern des Nordost-Atlantiks. Die Fangquoten gelten für die Jahre 2021 und 2022.

Die Bestände von Tiefseefischen gelten als fragil und brauchen eine längere Zeit der Bestandsergänzung. Die Fangquoten gelten ausschließlich für die EU-Fischerei und in internationalen Gewässern. Für britische Gewässer sind keine Quoten festgelegt, da die mit London noch nicht ausgehandelt und von der Form des Brexits abhängig sind. Die EU regelt die Fangquoten für Tiefseefische seit 2003 nach den Vorschlägen des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES) in Kopenhagen.

Der Schwarze Degenfisch durfte in den beiden vergangenen Jahren jeweils mit 2.832 Tonnen gefangen werden. Er wird in der Biscaya, iberischen Gewässern und rund um die Azoren gefischt. Die Fangquote wurde für den Fisch, der ähnlich wie die Schlangenmakrele aussieht, um 25 Prozent auf 2.113 Tonnen für 2021 und 2022 festgelegt.

Der Rundnasen-Grenadier, den Fischer auch Rattenschwanz nennen, gehört zu den Dorschartigen Fischen und durfte 2019 und 2020 nur mit jeweils 50 Tonnen befischt werden. Die Fangquoten wurden für die beiden relevanten Gewässer Skagerrak und Kattegat um 90 Prozent auf nur noch fünf Tonnen pro Jahr gesenkt.

In den iberischen Gewässern fischen die Seeleute die Gemeine Meerbrasse, deren jährliche Fangquote in der nächsten Zweijahresperiode um 20 Prozent auf jeweils 118 Tonnen gesenkt wurde.

Der neue Vorschlag sieht ein Fangverbot für den Tiefwasser-Hai vor. Fangquoten für den Schwarzen Degenfisch im östlichen Zentralatlantik werden seitens der EU ausschließlich von Fischereifahrzeugen mit portugiesischer Flagge gemanagt. Da Großbritannien dort auch unterwegs ist, wird Portugal die Verhandlungen mit den Briten aufnehmen. Daher wurden keine Fangquoten festgelegt.

Die Reduzierungen der Fangquoten begründet EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevičius mit der Bedeutung dieser Fische für das marine Ökosystem. „Wir müssen unsere Anstrengungen sie zu schützen intensivieren.“

roRo

© Herd-und-Hof.de Nutzungswünsche: https://herd-und-hof.de/impressum.html

Zurück