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FAO überschlägt Hurrikan-Schäden auf den Philippinen

Landwirtschaft

Philippinische Hurrikane haben lokale Reisernte zerstört

Die Philippinen sind im Oktober und November von den Taifunen Nari und Haiyan getroffen worden und haben vor allem auf regionaler Ebene langfristige Schäden für die Reisversorgung der Bevölkerung verursacht. Die FAO schätzt die notwendige Soforthilfe auf 24 Millionen US-Dollar für die 250.000 Haushalte alleine im Bereich der Landwirtschaft und Fischerei, die im Rahmen des UN-Sofortprogramms „Flash Appeal“ mit einer Gesamthöhe von 301 Millionen US-Dollar festgelegt wurden. Rund 13 Millionen Menschen sind allein vom Taifun Haiyan betroffen, mehr als vier Millionen Menschen wurden von ihrem Wohnsitz vertrieben. Derzeit brauchen rund 2,5 Millionen Menschen Nahrungsmittelhilfe.

Auch neue Aussaat betroffen

Der Taifun hat nicht nur die aktuelle Ernte getroffen, sondern auch die noch bis Ende Dezember geplante Pflanzung einer zweiten Reiskultur verhindert. Selbst dort, wo eine Pflanzung möglich ist, wird es knapp, denn die Zweitfrucht braucht eine zusätzliche Bewässerung. Der Taifun hat jedoch viele Bewässerungsanlagen zerstört. Aus diesem Grund hat die FAO die aktuelle Ernteschätzung für philippinischen Reis von 18,9 auf 18 Millionen Tonnen zurückgenommen. Insgesamt entspricht das einer Korrektur von einer Rekordernte auf das Ernteniveau des letzten Jahres. Was für die nationale Versorgung noch ausgeglichen erscheint, ist regional höchst ungleich verteilt. Die fünf vom Taifun betroffenen Provinzen haben rund ein Drittel ihrer Reisernte verloren. Wegen der kargen Aussicht auf eine zweite Pflanzung, droht die Situation auch im nächsten Jahr noch anzuhalten.

Jetzt helfen

Dominique Burgeon, FAO-Diektor für Soforthilfe, appelliert an die Staatengemeinschaft, sofort zu helfen: „Wenn wir vermeiden wollen, dass ganze Regionen auch im nächsten Jahr von der Nahrungsmittelhilfe abhängig sind, müssen wir den Bauern helfen, jetzt die zweite Reiskultur anzupflanzen.“ Dazu brauchen die Menschen Saatgut, Dünger und eine Infrastruktur wie Lager und Bewässerungstechnik. Derzeit führen FAO-Experten in den betroffenen Regionen eine Bestandaufnahme über die Schäden an der Infrastruktur durch.

roRo

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