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Fernost liebt russisches Schweinefleisch

Landwirtschaft

Russland exportiert 100.000 Tonnen Schweinefleisch

Seit Jahresbeginn ist der Preis für Schweinefleisch in Russland um die Hälfte angestiegen. Gründe sind die Binnennachfrage und der steigende Export, vor allem nach Fernost. Nach Branchenschätzungen soll der Export in diesem Jahr erstmals die Schwelle von 100.000 Tonnen überstiegen. Das entspräche der Menge von 40.000 Schweinen oder zwei Prozent der russischen Schweinefleischerzeugung.

Für die Schweine haltenden Betriebe sind das derzeit gute Aussichten. Aber, Russland baut gerade Ställe für weitere 100.000 Zuchtsauen. Um dann den Preis zu halten, müssen sowohl die Inlands- als auch die Auslandsnachfrage weiter steigen.

Russland wird seit vielen Jahren allerdings die Afrikanische Schweinepest nicht los. Deswegen ist der größte Nachbarmarkt mit einer gemeinsamen Grenze von mehr als 4.000 km verschlossen. China wird die Seuche ebenfalls nicht los.

Interessant aber ist die Verquickung mit Weizen. Russland ist wieder einer der größten Weizenexporteure. Da ist das Potenzial, Futterweizen für noch lukrativeres Schweinefleisch einzusetzen, groß.

Die aktuelle Politik allerdings erscheint wenig logisch. Durch die Reiserestriktionen bleiben die Russen zu Hause. Moskau will den Export von Schweinefleisch deckeln und damit die Binnennachfrage stimulieren. Familien haben für jedes Kind unter 16 Jahren 266 US-Dollar Konsumgeld erhalten. Dadurch steigt die Nachfrage, aber auch der Preis für Schweinefleisch im Inland bleibt hoch.

Roland Krieg

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