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Fischerei: EU verteilt gelbe Karten

Landwirtschaft

EU verwarnt acht Länder wegen illegaler Fischerei

Am Donnerstag hat die EU „gelbe Karten“ an die acht Fischereinationen Belize, Kambodscha, Fiji, Guinea, Panama, Sri Lanka, Tonga und Vanuatu verteilt, weil diese nicht ihren Verpflichtungen zur Einhaltung der seriösen Fischerei nachkommen. „Das ist keine schwarze Liste“, schränkt Maria Damanaki, EU-Kommissarin für maritime Angelegenheiten; ein. „Wir wollen diese Länder als Partner im Kampf gegen die illegale Fischerei gewinnen. Wir wollen, dass sie ihre Kontrollpflichten gemäß den internationalen Regeln verbessern. Aber wir wollen auch ein Signal aussenden, dass die EU gegen illegalen, nicht berichteten und unregulierten Fischfang vorzugehen weiß.“

Die illegale Fischerei umfasst ein Volumen von rund zehn Milliarden Euro im Jahr. Zwischen elf und 16 Millionen Tonnen Fisch werden auf diese Weise aus den Meeren gefischt, was rund 15 Prozent der weltweiten Gesamtmenge sind. 16 Prozent des in die EU importieren Fisches gelten als illegal gefangen und zerstört die Basis traditioneller Fischer.

Die EU will in den folgenden sechs Monaten eine Verbesserung der Kontrolle erreichen und hat bei einem Scheitern die Möglichkeit, Fisch aus diesen Ländern nicht mehr in die EU zu lassen.

roRo

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