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Flächenverbrauch in Bayern steigt

Landwirtschaft

In Bayern gehen täglich 18 Hektar Fläche verloren

Ende 2011 wurden mit 806.000 Hektar 11,4 Prozent der Fläche Bayerns als Siedlungs- und Verkehrsfläche genutzt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, bedeutet dies binnen Jahresfrist eine Zunahme um 6.566 Hektar bzw. 0,8 Prozent. Der tägliche Flächenverbrauch im Jahr 2011 lag damit durchschnittlich bei 18,0 Hektar. Gut die Hälfte der Siedlungs- und Verkehrsfläche entfiel auf Gebäude- und Freiflächen, 42,1 Prozent auf Verkehrsflächen und 4,8 Prozent auf Erholungsflächen. Da die Siedlungs- und Verkehrsfläche in beachtlichem Umfang auch Grün- und Freiflächen umfasst, ist der Flächenverbrauch nicht mit Versiegelung (Überbauung, Betonierung, Asphaltierung usw.) gleich zu setzen.

Wie die Auswertung des amtlichen Liegenschaftskatasters der Vermessungsämter durch das Bayerische Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung ergab, waren zum Stichtag 31. Dezember 2011 in Bayern 806.000 Hektar mit Siedlungs- und Verkehrsfläche bedeckt. Dies waren 11,4 Prozent der gesamten Landesfläche des Freistaats (rund 70.550 km²). Gegenüber Ende 2010 nahm die Siedlungs- und Verkehrsfläche um weitere 6.566 Hektar bzw. 0,8 Prozent zu. Pro Tag bedeutete dies im Jahr 2011 eine zusätzliche Inanspruchnahme für Siedlungs- und Verkehrszwecke von durchschnittlich 18,0 Hektar, was der Fläche von 26 Fußballplätzen (70 m x 100 m) entspricht. Damit war der tägliche Flächenverbrauch für Siedlungs- und Verkehrszwecke niedriger als im vorangegangenen Jahr (20,8 Hektar), wobei der Wert des Vorjahres durch Berichtigungen seitens der Vermessungsämter etwas nach oben verzerrt war. Da die Siedlungs- und Verkehrsfläche in beachtlichem Umfang auch Grün- und Freiflächen umfasst, kann der oben genannte Flächenverbrauch nicht mit Versiegelung (Überbauung, Betonierung, Asphaltierung usw.) gleich gesetzt werden.

Mit knapp 412.900 Hektar nahm die Gebäude- und Freifläche Ende 2011 gut die Hälfte (51,2 Prozent) der Siedlungs- und Verkehrsfläche ein. Binnen Jahresfrist war dies eine Zunahme um 4.856 Hektar bzw. 1,2 Prozent. Damit wurden knapp drei Viertel des Flächenverbrauchs durch die Bautätigkeit verursacht. Die hierbei mitberücksichtigte Freifläche umfasst alle den Wohn-, Gewerbe- und Industriegebäuden zugehörenden unbebauten Flächen, wie z. B. Hofräume, Spielplätze, Grünflächen oder Stellplätze. Weitere 42,1 Prozent (339.200 Hektar) entfielen auf die Verkehrsfläche, also auf Straßen, Wege, Plätze, Schienen- und Luftverkehrsflächen. Im Vorjahresvergleich nahm die Verkehrsfläche nur geringfügig um 0,3 Prozent bzw. 999 Hektar zu. Ihr Ausbau trug rund 15 Prozent zum Flächenverbrauch bei. 4,8 Prozent der Siedlungs- und Verkehrsfläche Bayerns (38 700 Hektar) waren als Erholungsflächen - insbesondere Grünanlagen, Campingplätze und Sportstätten - ausgewiesen. Gegenüber Ende 2011 erhöhte sich diese Fläche wiederum überdurchschnittlich um 1,4 Prozent bzw. 537 Hektar.

In den einzelnen Regierungsbezirken lag der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsfläche an der Gesamtfläche zwischen 14,0 Prozent in Mittelfranken und 10,1 Prozent in der Oberpfalz. Der höchste Flächenverbrauch binnen Jahresfrist erfolgte in Oberbayern mit 1.827 Hektar, gefolgt von Niederbayern mit 1.119 Hektar, der geringste in Oberfranken mit 493 Hektar.

Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung

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