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Fortschritt auch ohne Patente

Landwirtschaft

Brunner gegen Nutztierpatente

Zum 75-jährigem Jubiläum der Bayerischen Rinderzüchter n Pliening hat sich Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner gegen eine Patentierung von Nutztieren ausgesprochen: „Die natürliche Vielfalt von Tieren und die erfolgreiche Zuchtarbeit der Landwirte darf nicht durch Patente gefährdet oder behindert werden.“ Weder die Züchtungsverfahren, die von den Bauern schon seit Jahrhunderten angewendet werden, noch die daraus hervorgegangenen Tiere dürften unter Patentschutz gestellt werden. Auch nicht, so Brunner weiter, wenn ein technischer Schritt wie beispielsweise ein Gentest zur Selektion von Zuchttieren hinzugekommen sei. Brunner wandte sich damit ausdrücklich gegen das so genannte „Schweinepatent“.
Die Wirtschaftlichkeit der konventionellen Zucht haben die Verbände ausreichend unter Beweis gestellt. So sei die durchschnittliche jährliche Milchleistung der bayerischen Kühe von 3.200 Kilo im Jahr 1950 auf heute 7.200 Kilo gestiegen. Daran arbeiten rund 20.000 Züchter mit 750.000 Herdbuchkühen. Der Freistaat fördert die Leistungsprüfungen und Zuchtmaßnahmen jährlich mit 19 Millionen Euro.

roRo

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