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Frankreich investiert in Obst- und Gemüseanbau

Landwirtschaft

Frankreich will mehr Gewächshäuser

Nach einem Weißbuch zur „Aufrechterhaltung und Entwicklung der Gartenbauproduktion in Frankreich“  will der Sektor in den kommenden drei Jahren mehr als 300 Millionen Euro in die Entwicklung und Modernisierung von Gewächshäusern investieren.

Insgesamt sind es 135 Projekte mit zusammen 353,3 ha Gewächshausfläche und ein geschätztes Investitionsvolumen von 314.680.000 Euro. Dabei werden1.681 Jobs geschaffen. Die meisten Projekte sind für die Regionen Pays de la Loire (48 mit 145,6 ha), Nouvelle-Aquitaine (34 mit 66 ha) und die Bretagne (21 mit 35,2 ha) geplant.

Ertragsschutz und Beschäftigungskomponente stehen dabei im Vordergrund. Die EU-Gesetzgebung ist dem Weißbuch zufolge zu restriktiv bei der Verwendung von Pflanzenschutzprodukten und aktiven Substanzen und erlaubt keine spezifische und effiziente Kontrolle der Erträge. Dabei entstehen den Franzosen Wettbewerbsnachteile. Die gegenseitige Anerkennung von Mitteln zwischen den Mitgliedsstaaten sollte beschleunigt werden, um die Verfügbarkeit der Pflanzenschutzprodukte zu erhöhen.

Bei der „sozialen Komponente“ geht es um die unterschiedlichen Arbeitskosten zwischen den Ländern. Dabei beträgt der Bruttostundenlohn in Frankreich 9,76 Euro (Kosten für Arbeitgeber pro Stunde sind 11,69 Euro). Das ist höher als in den übrigen Ländern. In Deutschland sind es 8,60 EUR (8,60 Euro), in Spanien 7,17 EUR (8,24 Euro), in Italien 6 EUR (7,60 Euro), (Belgien 7,37 EUR Arbeitgeberkosten), in Polen 2,41 Euro (2,91 Euro) und in Marokko 0,60 Euro (0,74 Euro).

Diese Ungleichgewichte haben eine direkte Auswirkung auf die angebaute Fläche in Frankreich. Dort ist sie in den letzten 17 Jahren um 30 % reduziert worden, während sie im gleichen Zeitraum in Deutschland und den Niederlanden um 30 % zunahm.

Frankreich ist der drittgrößte Erzeuger von Obst und Gemüse in der EU, nach Italien und Spanien. Der Gartenbausektor von Frankreich hat nach Angaben des Weißbuches 31.000 Produktionsunternehmen mit mehr als 200.000 ha, schafft 200.000 direkte Jobs und der Umsatz des Sektors beträgt 3,5 Milliarden Euro.

roRo

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