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Frauenpower auf dem Land

Landwirtschaft

Frauenpower auf dem Land

Was erwarten die Bäuerinnen in Nordrhein-Westfalen von ihrer Interessensvertretung – den beiden nordrhein-westfälischen Landfrauenverbänden? Antworten darauf gibt eine repräsentative Umfrage zum gestrigen Weltfrauentag unter 300 Bäuerinnen aus dem Rheinland und Westfalen, die gemeinsam vom Westfälisch-Lippischen Landfrauenverband (WLLV) und der Rheinischen Landfrauenvereinigung (RhLV) durchgeführt wurde.
Fazit: Die Frauen auf dem Land beurteilen ihre Zukunft leicht positiver als die Bauern allgemein. Immerhin 70 Prozent der befragten Landfrauen gehen davon aus, auch in zehn Jahren noch von der Landwirtschaft leben zu können. Rund 62 Prozent wollen ihren Betrieb ausdehnen und 42 Prozent planen den Aufbau ganz neuer Betriebszweige. Etwa 12 Prozent wollen den Hof in den nächsten 10 bis 15 Jahren auslaufen lassen. Dabei schätzen die rheinischen Bäuerinnen die Zukunft der Landwirtschaft durchweg positiver ein als ihre westfälischen Kolleginnen.

Doppelte Belastung
Besonders belastet fühlen sich die Bäuerinnen durch zuviel Arbeit auf dem Hof und in der Familie, aber auch durch die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft allgemein. Von der Landfrauenarbeit erwarten sie verstärkte Aufklärungsarbeit in punkto soziale Absicherung, Altervorsorge und zum Thema Trennung und Scheidung. Rheinische Bäuerinnen fühlen sich bei diesen Themen schlechter informiert als westfälische Landfrauen. Besser abgesichert fühlen sich dagegen die Bäuerinnen im Rheinland mit 94 Prozent im Gegensatz zu den westfälischen mit nur 85 Prozent. Weiterhin groß geschrieben werden sollen bei der Verbandsarbeit die Weiterbildung und der fachliche Erfahrungsaustausch. Hier steht der Umgang mit dem Computer im Vordergrund.
Die Umfrage brachte auch Unterschiede zwischen Westfalen und dem Rheinland zu Tage. So haben rheinische Landwirtsfamilien durchschnittlich 1,9 Kinder und damit weniger Nachwuchs als die westfälischen mit 2,3. In Westfalen ist der Anteil der Höfe, auf denen mehr Generationen unter einem Dach leben, mit 33 Prozent höher als im Rheinland mit 22 Prozent. Die westfälischen Bäuerinnen sind wesentlich häufiger Mitglied bei den Landfrauen mit einer Quote von 76 zu 56 Prozent im Rheinland. Im Verband aktiv sind in Westfalen 39 % und im Rheinland 33 Prozent der Mitglieder.

Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen

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