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GAP soll dezentrale Biomasse fördern

Landwirtschaft

EU will weitgehend auf Biomasse-Importe verzichten

Nach Berechnungen des Bundeslandwirtschaftsministeriums sollen von den 7.000 Petajoule (PT) Primärenergie, die für das Erreichen der Klimaziele anvisiert sind, 1.400 PT aus der Biomasse kommen. Potenzialanalysen haben gezeigt, dass 400 PT davon aus dem Ausland importiert werden müssen, weil die Flächenausnutzung in Deutschland seine Grenzen hat.

Flächennutzung gegenläufig

Nach Analyse der FAO hat die EU in den letzten 18 Jahren rund 10 Millionen Hektar Land verloren. 15 ausgewählte Drittstaaten hingegen haben im gleichen Zeitraum 100 Millionen Hektar landwirtschaftliche Fläche hinzugewonnen. Auf Kosten des Waldes: In der EU nahm die Waldfläche um 25 Millionen Hektar zu, außerhalb um 150 Millionen Hektar ab.
Die Frage, woher die Biomasse kommen soll, um Strom, Wärme oder Treibstoff zu liefern wird ein zentrales Element der künftigen EU-Agrarpolitik stellen und wurde am Dienstag im Agrarministerrat diskutiert.

Heimisch und dezentral

Unumstritten ist, dass die europäische Energiepolitik den Import von Biomasse zur energetischen Nutzung fördert. Die Landwirtschaft soll jedoch zuerst die Nachfrage nach Lebensmitteln sichern und die energetische Nutzung auf landwirtschaftliche Reststoffe und Beiprodukte konzentrieren. Für die Biomasseproduktion sollen Pflanzen ausgewählt werden die nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion stehen und die Energieversorgung soll vor allem dezentral aus vielen Kleinanlagen gesichert werden. So der Wunsch der Agrarminister.

Zweite Säule

Zur Umsetzung der Ziele soll vor allem die zweite Säule der Agrarpolitik dienen, mit der die Entwicklung des ländlichen Raumes gefördert wird. Die Agrarminister halten dabei die vorhandenen Nachhaltigkeitsstandards für ausreichend und lägen vor. Bevor neue Standards eingeführt werden, sollen die bisherigen ausreichend umgesetzt werden.

roRo

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