Menü

Geflügelpest in Niedersachsen bestätigt

Landwirtschaft

Aviäre Influenza H5N8: Schnell reagiert und geholfen

In Niedersachsen gibt es einen Fall von Geflügelpest in einem Nutztierbestand. Betroffen ist ein Betrieb mit etwa 10.000 Putenelterntieren im Landkreis Aurich, Gemeinde Dornum. Nachdem zunächst bei Eigenkontrollen des Betriebes das Aviäre Influenzavirus H5 festgestellt wurde, wurde der Bestand amtlich beprobt. Das Labor des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) hat den Verdacht auf H5 bestätigt. Das nationale Referenzlabor des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) hat festgestellt, dass es sich um die hochpathogene Form des Virus, also H5N8 handelt. Der betroffene Bestand mit 55 Wochen alten Putenelterntieren wird bereits heute (Samstag) gekeult.
Das Veterinäramt des Landkreises hat einen Sperrbezirk im Radius von drei Kilometern und ein Beobachtungsgebiet im Radius von zehn Kilometern um den Ausbruchsbetrieb eingerichtet. In zwei weiteren Betrieben, die sich in dem Bezirk befanden, wurden ebenfalls die Geflügelbestände getestet. Die Ergebnisse des LAVES sind negativ.

Die verantwortliche Stelle vor Ort hat umgehend die nach Tiergesundheitsrecht vorgeschriebenen Maßnahmen wie die Sperre des Bestandes, die Tötung und unschädliche Beseitigung der Tiere im Bestand, die Einrichtung von Restriktionszonen sowie die Reinigung und Desinfektion ergriffen. Ferner wurden epidemiologische Ermittlungen im Hinblick auf Ein- sowie Verschleppungsmöglichkeiten aufgenommen. Auch bei zwei Mäusebussarden aus Brandenburg war am 20. März HPAI H5N8 nachgewiesen worden.

Vor diesem Hintergrund ruft die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, die geflügelhaltende Betriebe – und auch Privathalter – dringend dazu auf, die Maßnahmen zur Biosicherheitsmaßnahmen in ihren Beständen zu verstärken, um eine Einschleppung in ihre Bestände zu verhindern. Dazu gehört vor allem, einen möglichen Eintrag des Virus durch Kontakt zu Wildvögeln, aber auch über Fremdpersonen, zu vermeiden.

roRo

© Herd-und-Hof.de Nutzungswünsche: https://herd-und-hof.de/impressum.html

Zurück