Green Deal geht nur mit Innovationen

Landwirtschaft

Innovationen im Pflanzenschutz sind erklärungsbedürftig

Die „IndustrieGruppe Pflanzenschutz" (IGP) in Österreich hat sich in einer aktuellen Webinar-Reihe klar zum Green Deal der EU-Kommission bekannt, aber darauf hingewiesen, dass die Ziele nur mit Innovationen zu erreichen seien. Geschäftsführer der IGP, Christian Stockmar sagte vergangene Woche: Innovation und Fortschritt leisten einen wesentlichen Beitrag, um die Biodiversitäts- und Umweltziele im Green Deal zu erreichen“. Das müsse man den Konsumenten aber auch klar machen. Vor allem brauche es Alternativen  zu verbotenen Wirkstoffen.

Andreas von Tiedemann ist Pflanzenschutzexperte an der Universität Göttingen. Er beschreibt die wachsenden Probleme bei Schadinsekten, die durch steigenden biologischen Druck, klimatische Faktoren sowie durch Anwendungseinschränkungen bei Pflanzenschutzmitteln weniger beherrschbar sind. „Unsere Kulturpflanzen sind nicht naturgeschaffen und brauchen Schutz.“ Die Risikoreduktion beim chemischen Pflanzenschutz sei in den vergangenen 30 Jahren durch qualitativen Fortschritt und nicht durch pauschale Mengenreduktion erfolgt.

Willy Rüegg vom Syngenta-Konzern empfindet die Entwicklung eines Pflanzenschutzmittels, ob biologisch, chemisch oder als Biological als „Quadratur des Kreises“.

Jochen Kantelhardt von der Wiener Universität für Bodenkultur beklagt die Entfremdung der Menschen von der Landwirtschaft. „Wie die Landwirtschaft 2030 aussehen wird, hängt auch davon ab, wie gut es gelingt, die Gesellschaft in den Dialog einzubinden.“ Für die Entlohnung öffentlicher Leistungen sei der Staat als Regulator weiterhin wichtig.

Lesestoff:

Die IGP ist die Interessengemeinschaft der Pflanzenschutzmittel produzierenden Unternehmen in Österreich.

Roland Krieg

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