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GVO: Mehr als 90 Prozent im Osten

Landwirtschaft

GVO-Anbau konzentriert sich in BB, SN und MV

Der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen muss drei Monate vorher im Standortregister des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) eingetragen werden. Bis Juni haben die Bauern noch Zeit, einige Flächen werden erfahrungsgemäß wieder abgemeldet, oder dann doch nicht bebaut – aber die aktuellen Zahlen lassen bereits erkennen, dass 2009 die Anbaufläche weiter steigen wird. Die meiste Fläche mit gentechnisch veränderten Pflanzen wird dabei in Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern verwendet, wobei Sachsen-Anhalt dem Trio dicht folgt. Veränderungen gab es mehrfach in den westlichen Bundesländern, so dass sich über die Jahre hinweg der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen im Nordosten konzentriert.

Anbau- und Freisetzungsfläche gentechnisch
veränderter Pflanzen

Jahr

Anbaufläche

Gesamt
(inkl. Freisetzung)

Top 3 Bundesländer
(% Anbau)


2005


341 ha


366 ha

BB 119 ha (34,9 %)
MV 107 ha (31,36 %)
SN 64 ha (18,74 %)


2006


946 ha


955 ha

BB 442 ha (46,78%)
MV 237 ha (25,15%)
SN 230 ha (24,32%)


2007


2.685 ha


2.753 ha

BB 1.346 ha (50,15%)
MV 638 ha (23,75%)
SN 556 ha (20,70%)


2008


3.171 ha


3.207 ha

BB 1.244 ha (39,24%)
SN 952 ha (30,03%)
MV 7.45 ha (23,51%)


2009


3.700 ha


3.700 ha

BB 1.662 ha (44,91%)
SN 984 ha (26,60%)
MV 791 ha (21,39%)

Q: BVL Februar 2009

Brief an Ilse Aigner und Sigmar Gabriel
Weil für ein breites Bündnis aus bäuerlicher Landwirtschaft, Umwelt- und Bioverbänden und kirchlichen Organisationen bei Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner eine eindeutige Position zur Gentechnik vermissen lässt, hat es am Freitag an sie und Umweltminister Sigmar Gabriel einen Brief formuliert, Stellung zu nehmen. Denn bei der EU stehen wichtige Entscheidungen bevor. Es geht um die europaweite Zulassung neuer Maissorten („Bt11“ und „1507“ von DuPont) sowie um die Aufhebung nationaler Anbauverbote von Mon810 in Frankreich, Griechenland und Ungarn. Der Brief verweist auf zahlreiche Studien, die der gängigen Maissorte Mon810 negative Einflüsse bescheinigen und darauf, dass der Rat der EU-Umweltminister festgestellt hat, dass die Gentechnikgesetzgebung nicht ordnungsgemäß umgesetzt sei.

Lesestoff:
Auch weltweit geht der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen weiter.
Den öffentlichen Brief an die Minister können Sie beispielsweise bei www.boelw.de einsehen.
Das Standortregister finden Sie unter www.bvl.bund.de

roRo

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