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Hessens Wald stabil

Landwirtschaft

Waldzustandsbericht Hessen 2016

„Trotz schwieriger klimatischer Rahmenbedingungen hat sich der Gesundheitszustand des hessischen Waldes in diesem Jahr günstig entwickelt. Insbesondere durch die positiven Resultate bei den älteren Buchen wurde dieses Gesamtergebnis erreicht“, sagte die Hessische Umweltstaatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser anlässlich der Vorstellung des Waldzustandsberichtes 2017. Die Buche ist mit einem Anteil von 31 Prozent die wichtigste Baumart in Hessen. Demnach hat sich die Benadelung und Belaubung  der meisten Baumarten in Hessen wieder erholt. Die mittlere Kronenverlichtung aller Baumarten und Altersstufen ist um drei Prozentpunkte auf 22 Prozent zurückgegangen. Mit Blick auf die zurückliegenden 25 Jahre ein insgesamt günstiger Wert.

„Der hessische Wald spürt die Auswirkungen des bereits feststellbaren Klimawandel besonders stark. Zwar kann der Wald als lebendes Biotop auf sich ändernde externe Faktoren reagieren. Aber so schnell wie das Klima sich wandelt, so schnell kommt der Wald nicht hinterher“, so Tappeser. Das Witterungsgeschehen im zurückliegenden Zeitraum war wieder einmal von Extremen geprägt. Das Vegetationsjahr 2016/2017 – vom 1.Oktober 2016 bis 30. September 2017 – war das 21. Jahr in Folge, das zu warm ausfiel. Alle Monate von Oktober 2016 bis April 2017 waren landesweit zu trocken. Bereits im Frühjahr wurde die Trockenheit zu einem zunehmenden Problem für die Pflanzenentwicklung. Als weitere Folge gab es bereits bis Ende Mai rund 45 Waldbrände. Eine Dürreperiode, ähnlich wie 2015 in Südhessen, wurde bereits befürchtet. Erst sehr hohe Niederschläge im Juli und August führten zu einer nachhaltigen Entspannung in Bezug auf die Trockenheit, waren aber lokal mit heftigen Starkregenereignissen, Gewitterstürmen und erheblichen Schäden im Wald verbunden.

Maßgeblich positiv hat sich die Verbesserung bei den älteren Buchen und eine stabile Situation bei älteren Kiefern und Fichten ausgewirkt. Der Anstieg der Kronenverlichtung um fünf auf 24 Prozent bei Eichen wurde durch zunehmende Fraßschäden wie Frostspanner und Eichenwickler verursacht.

Regional bleibt die Waldsituation in der Rhein-Main-Ebene durch Trockenstress und ungünstigem Grundwasseranschluss angespannt. Spezielle Programme für den Waldumbau und Waldsanierung sollen in den nöchsten Jahren die Situation verbessern.

roRo

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