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Hopfenbauern freuen sich auf gute Ernte

Landwirtschaft

Hopfenernte über Durchschnitt

Die bayerischen Hopfenbauern erwarten heuer trotz des schweren Hagelunwetters im Juni eine sehr gute Ernte. Wie Landwirtschaftsminister Helmut Brunner am Donnerstag bei der traditionellen Hopfenrundfahrt in der Hallertau mitteilte, rechnen die Experten mit einer Gesamtmenge von rund 637.000 Zentnern. Die Ernte liegt damit erheblich über dem langjährigen Durchschnitt und entspricht rund einem Drittel der Weltproduktion. Der Löwenanteil entfällt mit rund 623.000 Zentnern auf die Hallertau. Im mittelfränkischen Anbaugebiet Spalt werden rund 13.600 Zentner erwartet. Der bayerische Durchschnittsertrag liegt mit gut 40,8 Zentnern pro Hektar deutlich über dem langjährigen Mittel von 37 Zentnern. Dem Hagelunwetter in der Hallertau waren Anfang Juni 20.000 Zentner Hopfen zum Opfer gefallen.

Die Brauwirtschaft kann nach Einschätzung des Ministers mit der diesjährigen Hopfenernte ebenfalls sehr zufrieden sein, denn es steht ausreichend Hopfen bester Qualität zur Verfügung. Der Witterungsverlauf mit einem warmen, trockenen Frühjahr und ausreichend Niederschlägen im Sommer war laut Brunner für die Entwicklung des Hopfens ideal. Ersten Untersuchungen zufolge ist die Alphasäure, der für den Brauprozess so wichtige Inhaltsstoff, in den Dolden hoch konzentriert enthalten. „Die Brauereien in aller Welt können mit einem ausgezeichneten Qualitätshopfen aus Bayern rechnen“, so der Minister.

Die Hallertau ist das größte Hopfen-Anbaugebiet der Welt. Die dortige Anbaufläche hat im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent auf 15 229 Hektar leicht abgenommen. Im Anbaugebiet Spalt ist die Fläche um 2,6 Prozent auf 366 Hektar zurückgegangen. Laut Brunner wird Bayern die Erzeuger auch künftig tatkräftig mit Beratung und Forschung unterstützen, um den Hopfenstandort Bayern langfristig zu sichern.

StMELF

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