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Hunde, Katzen, Nerze

Landwirtschaft

Tiere verschieden anfällig für SARS-CoV-2

Nachdem ein Löwe in den USA positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde, das Virus aber bei Hunden im Fell zwar durch Kontakt mit Infizierten aufgetragen, aber nicht in den Organismus eingetragen werden kann, hat das Friedrich-Loeffler-Institut bislang festgestellt: Für SARS-CoV-2 sind Katzen offenbar anfälliger als Hunde.

Das Buch "Tierreich und SARS-CoV-2" hat nach dem Anfangskapitel Fledermäuse jetzt mit Nerzen ein neues Kapitel eröffnet. Am Sonntag teilte das niederländische Landwirtschaftsministerium die Infektion von Nerzen auf zwei Farmen in Gemert-Bakel und Laarbeek mit. Beide Betriebe befinden sich mittig zwischen Eindhoven und der Maas und sind benachbarte Gemeinden. Die Nerze zeigten die COVID-19 Symptome einschließlich Atemprobleme.

Bislang hat die Untersuchung ergeben, dass auf beiden Betrieben mehrere Mitarbeiter SARS-Cov-2 in sich tragen und das Virus auf die Nerze übertragen haben.

Die niederländische Ministerin für Landwirtschaft, Carola Schouten, hat als Sofortmaßnahme eine Meldepflicht für Nerzfarmen, Veterinäre und Forschern in Laboren, die mit Nerzen arbeiten, eingeführt. Um die Ausbreitung des Virus zu unterbinden, dürfen weder Tiere noch die Gülle aus den Betrieben verbracht werden.

Zudem nutzt das Ministerium den Fall als Labor. Wissenschaftler werden Proben von gesunden und erkrankten Tieren für neue Erkenntnisse über die Ausbreitung des Virus nehmen. Luft- und Stallluftproben sollen zeigen, ob und wie sich das Virus außerhalb eines infizierten Stalls bewegt.

Es wurde ein Sperrbezirk von 400 Metern um die beiden Nerzfarmen errichtet, der nicht betreten werden darf. Eine Rückübertragung von Nerz auf den Menschen ist derzeit nicht bekannt.

Eine Übertragung auf landwirtschaftliche Nutztiere ist nicht bekannt.

Roland Krieg

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