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IGW mit ganz viel Land

Landwirtschaft

IGW mit viel Prominenz

Der Rückblick auf die letzte Grüne Woche fiel für die Messe GmbH positiv aus. Pressesprecher Michael Hofer konnte heute morgen die Messegesellschaft als das bekannteste wirtschaftliche Aushängeschild der Hauptstadt Berlin bekannt geben. Die schreibenden Journalisten haben von der IGW 2006 so viel veröffentlicht, dass jeder Bundesbürger im Durchschnitt zehn Artikel über die Grüne Woche gelesen hat. So werden auch in diesem Jahr wieder über 400.000 Besucher, davon 100.000 Fachbesucher erwartet.
Zum vierten Mal in Folge stellen über 1.600 Aussteller aus und belegen das gesamte Messegelände mit 115.000 qm. Weniger im öffentlichen Fokus, aber viel bedeutender sind die 250 Fachkongresse, die in der Zeit bis um 28. Januar stattfinden.
35 europäische Staaten nehmen teil, davon 23 EU-Mitgliedsländer, 21 Länder aus Übersee präsentieren 100.000 Ernährungsspezialitäten, 10.000 landwirtschaftliche Nutztiere und rund 40.000 Frühblüher in der Blumenhalle. Russland ist erneut größter Einzelaussteller und zeigt den politischen Stellenwert der Grünen Woche. Der russische Landwirtschaftsminister reist mit 12 Gouverneuren an.
Adenauer war zwar einmal auf der Grünen Woche, aber eröffnet wurde sie noch nie von einem Bundeskanzler. Im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft nimmt sich Angela Merkel Zeit zusammen mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso die Ausstellung zu eröffnen.
Als Jubilare nehmen Norwegen zum 20. und Niedersachsen zum 30. Mal an der Messe teil.

Bauernhof zum Erleben und Nachfragen
Mit 6.000 qm präsentiert sich in diesem Jahr der Erlebnis-Bauernhof in der Halle 3.2 in XXL-Größe. Britta von Lojewski und Johannes B. Kerner moderieren die Kochkünste der Spitzenköche in der Showküche. Die Bundestrainer Magath, Slomka und Götz von Bayern, Schalke und Hertha werden zu Gast sein.
Der Erlebnis Bauernhof wird jedoch hauptsächlich die geschlossene Nahrungsmittelkette vom Stall bis zum Feld aufzeigen, was den meisten Besuchern unbekannt sein dürfte, denn 50 Prozent aller deutschen sind nach Angaben der CMA noch nie auf einem Bauernhof gewesen und die andere Hälfte hat sich mehrheitlich „einen Sack Kartoffeln vom Direktvermarkter“ geholt. So viel Bauernhof in einer Stadt gibt es eben nicht wie auf der IGW – ein guter Einstieg.
Bauernpräsident Gerd Sonnleitner wies heute morgen gleich auf einen der wichtigsten Veranstaltungen hin: Am 22. Januar gibt es den Tag der Ausbildung, aber täglich Informationen für Schüler, die sich über die Grünen Berufe informieren wollen. Das detaillierte Programm finden sie unter www.fnl.de

Es geht um Ihre Energie
Die Energiepreise steigen und das Versorgungsproblem mir russischem Erdöl durch Weißrussland hat viele Verbraucher zum Nachdenken über alternative Energien gebracht. In diesem Zusammenhang bietet die Grüne Woche Berlin erstmals die „Berlin Energy“ als Plattform für nachwachsende Rohstoffe an. Vom 19. bis zum 28. Januar wird die Sonderschau parallel zur Grünen Woche durchgeführt und mit dem Schwerpunkt „Holz als Multitalent“ präsentiert. Das ist nicht nur für Bauern und Verarbeiter interessant, sondern bietet allen Verbrauchern Gelegenheit, sich über Holzheizungen oder andere energiealternativen zu informieren.

Das Land und seine Zukunft
Viele Kongresse wurden in der letzten Zeit über die Entwicklung des ländlichen Raumes abgehalten. Der Wandel des Landwirtes zum Energiewirt, die Förderungen des ländlichen Raumes und Strategien, die Bevölkerung in ihren Regionen zu belassen: Das alles gibt es in der Halle 21b, die den „LebensTraum Dorf“ den Besuchern nahe bringt. Auf einem interaktiven Rundgang können sich die Besucher am Stand der EU über die Vielfalt der europäischen Regionen und sich über die Themen Arbeit und Leben auf dem Land informieren.

Wellness
Auch in diesem Jahr geht es mir der Wellness-Messe weiter. Allerdings beginnt die Wellness Plus in Halle 2.1 erst am 24. Januar und ist mit einer gesonderten Eintrittskarte zu erreichen. Ob sie sich zu einer eigenständigen Veranstaltung profilieren wird, wie die ehemals zeitgleich zur IGW gestarteten Fruit Logistica für Obst und Gemüse wird sich zeigen. Zumindest kommt dies Ausstellung dem Gesundheitstrend entgegen.

Fachkonferenzen
Aus den zahlreichen Fachkonferenzen ist das Ost-West-Agrarforum hervorzuheben, dass von 20 Ministern aus der ganzen Welt besucht wird. Das bereits zum 14.Mal stattfindende Forum beschäftigt sich mit dem Thema Landwirtschaf und Bioenergie. Das Internationale Agrarforum beschäftigt sich am 25. Januar mit dem Thema Seuchenpolitik in der EU. Im Vordergrund steht dabei die Entwicklung von Bekämpfungsstrategien zur Vermeidung des bislang vorgenommenen Keulens.

Schlemmermeile
Natürlich ist die Grüne Woche den meisten als Schlemmermeile bekannt und so bieten alle Bundesländer und internationale Gäste auch eine kulinarische Reise übe den Globus an. Vor allem die Bundesländer nutzen dabei die Gelegenheit ihren ländlichen Raum auch nächsten Urlaubsort anzubieten. Sie können sich einen persönlichen Rundgang mit der einen oder anderen Fachkonferenz über www.gruenewoche.de zusammen stellen.

Die Messe kam dem Wunsch der meisten Aussteller aus den letzten Jahren entgegen und öffnet eine Stunde zeitversetzt. Die Messe öffnet ihre Tore erst um 10:00 Uhr und hat dafür bis 19:00 Uhr die Hallen geöffnet. Der erfolgreich lange Freitag geht bis 21:00 Uhr. Für das Publikum wird die Messe am Freitag ab 14:00 Uhr geöffnet sein.
Geschäftsführer der Messe, Dr. Christian Göke, konnte die Preise stabil halten, damit es keine Beschwerden gibt, „wegen der hohen Preise nicht zur Grünen Woche kommen zu können.“
Die Tageskarte kostet 12 Euro, für Schüler und Studenten 6 €, die Dauerkarte 35 Euro. Die Happy Hour Karte, die ab 15:00 Uhr gilt kostet lediglich 6 Euro.

roRo

[Sie können sich alle Artikel über die diesjährige Grüne Woche mit dem Suchbegriff „IGW-07“ im Archiv anzeigen lassen]

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